Eskalation im Nahen Osten löst Risikoscheu aus: Gold, Silber und Öl steigen, während US-Futures fallen
Die Risikobereitschaft ließ am 2. März nach, als sich die Lage im Nahen Osten verschärfte und Anleger in traditionelle sichere Häfen flüchteten, berichtet BlockBeats. Im frühen asiatischen Handel am Montag stieg Spotgold auf 5.374 US-Dollar je Unze (plus 1,8 Prozent) und Spotsilber auf 96 US-Dollar je Unze (plus 2,6 Prozent); die internationalen Ölpreise sprangen nach oben, wobei Brent Crude bis auf 82,37 US-Dollar je Barrel und WTI Crude Oil auf 80,82 US-Dollar je Barrel kletterten, während US-Aktienindex-Futures niedriger eröffneten und Nasdaq- sowie Dow-Futures über 1 Prozent und S&P-500-Futures mehr als 0,9 Prozent verloren. Die Märkte befürchteten, dass eine Eskalation zwischen den USA und Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stören könnte – eine kritische Wasserstraße, über die etwa ein Viertel des globalen Seeöltransports abgewickelt wird – und Kapital floss in US-Staatsanleihen, Gold und den Schweizer Franken; mehrere Institutionen warnten, dass ein Ölpreisanstieg in den Bereich von 90 bis 100 US-Dollar je Barrel den Inflationsdruck wiederbeleben und die Fed möglicherweise zu einer Anpassung ihres Zinssenkungspfads zwingen könnte, und einige Strategen merkten an, dass angesichts erhöhter globaler Aktienbewertungen und geopolitischer Schocks kurzfristig ein Risikoabbau dominieren könnte. Der Markt geht allgemein davon aus, dass die künftige Preisentwicklung davon abhängen wird, ob der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ungehindert bleibt und ob der Konflikt langwierig wird, wobei Risikoanlagen sich wahrscheinlich stabilisieren dürften, falls der Energietransport nicht wesentlich gestört wird, aber sollte sich die Situation weiter verschärfen, könnten steigende Ölpreise und Inflationserwartungen sich gegenseitig verstärken und den Druck auf globale Aktien und Schwellenländeranlagen erhöhen.