Metaplanet meldet 725 Mio. US-Dollar Verlust durch Bitcoin-Bewertungsrückgang

Metaplanet steht nach einem deutlichen Rückgang der Bitcoin-Bewertung mit einem Quartalsverlust von mehr als 725 Mio. US-Dollar in den Büchern. Der japanische Investor führt die roten Zahlen vor allem auf bilanzielle Anpassungen zum Quartalsende zurück. Operativ legte das Unternehmen dennoch kräftig zu und hält an seiner langfristigen Bitcoin-Akkumulationsstrategie fest. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wies Metaplanet einen Nettoverlust von 114,5 Mrd. Yen aus. Haupttreiber waren nicht realisierte Bewertungsverluste auf den Bitcoin-Bestand: Insgesamt verbuchte die Gesellschaft rund 116,4 Mrd. Yen an Buchverlusten aus der Neubewertung. Das operative Geschäft entwickelte sich dagegen dynamisch. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 251,1% auf 3,08 Mrd. Yen, das operative Ergebnis legte um 282,5% auf 2,3 Mrd. Yen zu. Laut Unternehmensangaben kamen wesentliche Impulse aus Bitcoin-bezogenen Ertragsstrategien sowie dem Hotelgeschäft. Parallel erhöhte Metaplanet seine Bitcoin-Reserven weiter. Im Berichtsquartal wurden 5.075 BTC zugekauft, womit der Bestand zum 31. März auf 40.177 BTC anwuchs. Damit zählt Metaplanet nach eigenen Angaben zu den größten Corporate-Bitcoin-Haltern weltweit. In Japan soll das Unternehmen im Mai 2026 nahezu 87% der von börsennotierten Gesellschaften gehaltenen Bitcoin kontrolliert haben. Global liegt Metaplanet beim Corporate-Bitcoin-Bestand demnach nur hinter Strategy und Twenty One Capital. Trotz der hohen Buchverluste will Metaplanet das Tempo nicht drosseln. Das Unternehmen bezeichnet Bitcoin als dezentralen monetären Vermögenswert und stellt den Aufbau der Treasury über kurzfristige Marktschwankungen. Weitere Käufe sollen über Fremdkapital und Eigenkapitalmaßnahmen finanziert werden. Zuvor hatte Metaplanet eine Bitcoin-besicherte Kreditlinie über 500 Mio. US-Dollar vereinbart; bis zum 13. Mai waren davon etwa 302 Mio. US-Dollar abgerufen. An der Prognose für das Geschäftsjahr 2026 hält das Management fest. Erwartet werden weiterhin ein Jahresumsatz von 16 Mrd. Yen und ein operativer Gewinn von bis zu 11,4 Mrd. Yen. Der Quartalsbericht unterstreicht die steigenden Bilanzrisiken einer aggressiven Bitcoin-Treasury-Strategie. Metaplanet sieht die aktuelle Marktbelastung dennoch als vorübergehend und setzt die langfristige Expansion fort.