MARA streicht 15% der Belegschaft und verkauft Bitcoin im Wert von 1,1 Mrd. US-Dollar zur Finanzierung des KI-Kurswechsels

MARA Holdings (MARA) hat Berichten zufolge rund 15% der Belegschaft abgebaut und mehr als 15.000 Bitcoin (BTC) für 1,1 Mrd. US-Dollar veräußert. Mit dem Schritt finanziert das Unternehmen seinen Strategiewechsel weg vom reinen Bitcoin-Mining hin zu KI- und Energieinfrastruktur und reduziert zugleich Wandelanleihen. CEO Fred Thiel bestätigte die Entlassungen in einem internen Memo. Er bezeichnete die Kürzungen als "strategisch" und verwies auf die neue Ausrichtung nach Partnerschaften mit Starwood Digital Ventures und Exaion. Die Maßnahmen trafen laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen mehrere Bereiche und erfolgten in Wellen zu Beginn des April. In der 10-K-Meldung weist MARA zum 31. Dezember 2025 rund 266 Vollzeitkräfte aus; ein Abbau um 15% entspräche damit etwa 40 Stellen. Betroffene Mitarbeiter erhielten bezahlte Freistellung für einen Monat bis zum 30. April sowie 13 Wochen Abfindung. Zwischen dem 4. und 25. März verkaufte MARA 15.133 BTC für etwa 1,1 Mrd. US-Dollar. Den Erlös nutzte das Unternehmen, um 0,00%-Wandelanleihen (Senior Notes) mit Fälligkeit 2030 und 2031 mit rund 9% Abschlag auf den Nennwert zurückzukaufen. Damit sank der ausstehende Wandelanleihebestand um etwa 30% von 3,3 Mrd. auf 2,3 Mrd. US-Dollar. Die Bitcoin-Bestände gingen um 28% von rund 53.822 BTC auf 38.689 BTC zurück. Weitere Verkäufe gelten als wahrscheinlich: MARA teilte mit, 2026 "von Zeit zu Zeit" BTC veräußern zu wollen, um Betrieb und Unternehmensinitiativen zu finanzieren. Die Restrukturierung folgt auf einen Nettoverlust von rund 1,3 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025, nachdem die "Post-Halving"-Ökonomie die Mining-Margen branchenweit unter Druck gesetzt hatte. MARA betreibt inzwischen 18 Rechenzentren auf vier Kontinenten mit einer Kapazität von etwa 1,9 GW und zielt neben Bitcoin-Mining auf KI- und HPC-Workloads.