Irans Kontrolle über die Straße von Hormus treibt Nordsee-Rohöl auf Rekordniveau

Huo Xing Finance berichtet: Am 10. April meldete die Financial Times, dass Raffinerien in Europa und Asien in einem intensiven Bieterwettbewerb um Rohöl stehen. Das hat die Preise für Nordsee-Qualitäten auf neue Höchststände getrieben. Zusätzliche Nervosität kommt aus dem Nahen Osten, nachdem Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus weiter aufrechterhält. Daten der London Stock Exchange Group (LSEG) zeigen, dass der Spotpreis für Brent North Sea Forties, eine Referenz für sofortige Lieferung, am Donnerstag bis auf knapp 147 US-Dollar je Barrel stieg. Damit wurde der Höchststand übertroffen, der kurz vor der Finanzkrise 2008 erreicht worden war. Der Preis liegt damit rund 50 US-Dollar über dem Preis des Juni-Futures auf die internationale Benchmark Brent. Marktteilnehmer werten die ungewöhnlich große Differenz als weiteres Signal für eine angespannte Versorgungslage. Händler berichten zudem, dass sie keine Brent-Kontrakte für die nächste Woche erwerben konnten, weil die Notierungen die von der Intercontinental Exchange (ICE) festgelegte Schwelle von 30 US-Dollar je Barrel überschritten. Diese Kontrakte bilden die Preisdifferenz zwischen Spot- und Terminlieferungen ab und werden häufig zur Absicherung gegen steigende Ölpreise genutzt.