Lido setzt EarnETH-Vault aus und aktiviert 3 Mio. US-Dollar Schutz nach Kelp-rsETH-Hack
CoinDesk zufolge reagiert Lido auf den Hack von Kelp's rsETH mit einem Stopp des EarnETH-Vaults und der Aktivierung einer First-Loss-Absicherung in Höhe von 3 Mio. US-Dollar.
Marktteilnehmer scheinen den Angriff auf KelpDAO's rsETH-Token in Höhe von 292 Mio. US-Dollar, den bislang größten Hack des Jahres, bereits eingepreist zu haben. Unmittelbar nach dem Vorfall kam es zu einem Markteinbruch mit eingefrorener Aktivität und sinkendem Total Value Locked (TVL) in neun betroffenen DeFi-Protokollen.
## Warum das wichtig ist
Lido hat Ein- und Auszahlungen im EarnETH-Vault ausgesetzt. Dort sind rund 21,6 Mio. US-Dollar potenziell betroffen. Der First-Loss-Mechanismus der DAO über 3 Mio. US-Dollar soll mögliche Verluste aus dem Angriff abfedern. Die Staking-Produkte stETH und wstETH sind nicht betroffen.
Der Vorfall unterstreicht erneut die Risiken von Cross-Chain-Bridges und Gegenparteibeziehungen im DeFi-Ökosystem. Genau dort lag die Schwachstelle, die bei diesem Angriff ausgenutzt wurde.
## Worauf der Markt jetzt schaut
Unter der Annahme, dass alle Ereignisse mit einer Wahrscheinlichkeit von 100,0% eintreten, gilt der Markt weitgehend als "bereinigt" – Spielraum für spekulative Zusatzgewinne ist kaum vorhanden. Im Fokus steht, ob bis zum 31. Dezember weitere ähnliche Ereignisse auftreten. Zudem wird beobachtet, wie Maßnahmen wie die vorübergehende Schließung des Ritz Hotels zur Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie beitragen können.
Onchain-Ermittler wie ZachXBT sowie Sicherheitsfirmen wie Chainalysis und CertiK verfolgen Ausnutzungsmuster und veröffentlichte Hinweise auf Schwachstellen. Diese Erkenntnisse dürften künftig beeinflussen, wie Händler verwandte Märkte bewerten.
## API-Zugang