LayerZero legt Bericht zum KelpDAO-Hack vor und macht nordkoreanische Täter verantwortlich
LayerZero Labs hat einen neuen Incident-Report veröffentlicht: Am 18. April 2026 wurde die rsETH-Cross-Chain-Bridge von KelpDAO, die auf dem Cross-Chain-Kommunikationsprotokoll des Unternehmens basiert, kompromittiert. Dabei wurden rund 116.500 rsETH im Gegenwert von etwa 292 Mio. US-Dollar entwendet.
Mehrere Security-Firmen, darunter Mandiant und CrowdStrike, sowie unabhängige Forscher ordnen den Angriff der nordkorea-nahen Hackergruppe TraderTraitor (UNC4899) zu. Laut Bericht nahm der Angriff bereits am 6. März 2026 seinen Anfang: Die Angreifer kompromittierten per Social Engineering ein Entwicklerkonto von LayerZero, verschafften sich Session-Keys und drangen in die RPC-Cloud-Umgebung ein. In der Folge manipulierten sie interne RPC-Node-Daten und verfälschten Response-Ergebnisse, um Monitoring-Systeme und das Decentralized Verification Network (DVN) zu täuschen.
Anschließend starteten die Täter einen Denial-of-Service-Angriff auf externe RPC-Provider. Dadurch stützte sich das Verifikationssystem auf die kompromittierten Nodes, die gefälschte Cross-Chain-Proofs erzeugten. So konnten die Angreifer die Abhebungen erfolgreich ausführen.
LayerZero sieht die Ursache vor allem in der "Single-Verifier"-Konfiguration der betroffenen Anwendungen: Der Ziel-Contract gab Vermögenswerte bereits frei, sobald nur eine gültige Signatur vorlag.
Als Reaktion kündigte LayerZero Labs Anpassungen der Sicherheitsrichtlinien an. Dazu zählen: Das eigene DVN soll in Single-Verification-Setups nicht mehr als alleiniger Unterzeichner zugelassen werden, die betroffene Cloud-Infrastruktur wird neu aufgebaut, zudem werden kurzlebige Credentials, Just-in-Time-Privilegien-Eskalation und Mehrparteien-Freigaben eingeführt. Darüber hinaus seien zeroShadow und Strafverfolgungsbehörden in die Untersuchung und das Asset-Tracking eingebunden. LayerZero betonte, gemeinsam mit Partnern im Ökosystem das Cross-Chain-Sicherheitsframework weiter auszubauen, um dem wachsenden Risiko zunehmend komplexer staatlich unterstützter Angriffe zu begegnen.