Aave nach KelpDAO-Bridge-Hack von Abhebungswelle über 84,5 Mrd. US-Dollar erfasst

Odaily Planet Daily zufolge wurde die LayerZero-Bridge von KelpDAO im April dieses Jahres durch einen Exploit in Höhe von 292 Mio. US-Dollar kompromittiert. In der Folge kam es bei Aave innerhalb von 48 Stunden zu einem massiven Abzug von Einlagen im Umfang von 84,5 Mrd. US-Dollar – dem bislang größten Kapitalabflussereignis im DeFi-Sektor. Aave-Gründer Stani Kulechov erklärte, das Design von Aave V3 habe dem Marktdruck standgehalten und damit die Widerstandsfähigkeit des Netzwerks unter Beweis gestellt. Unabhängige Daten deuten laut Bericht darauf hin, dass die Stabilisierung vor allem auf eine Notfallstützung von 300 Mio. US-Dollar zurückging. Dazu gehörten 25.000 ETH, die von der Aave DAO bereitgestellt wurden, sowie ein persönlicher Beitrag Kulechovs von 5.000 ETH (rund 8,4 Mio. US-Dollar). Kulechov verortete die Schwachstelle bei externer Infrastruktur und nicht im Kern-Smart-Contract. Analysten halten dagegen, der Vorfall habe Lücken in der Risikoarchitektur und bei Versicherungsmechanismen offengelegt. Auf der Plattform sei dadurch erhebliche notleidende Verschuldung entstanden, unter anderem etwa 123,7 Mio. US-Dollar in wETH. Um zu verhindern, dass künftige Bridge-Ausfälle systemische Abhebungswellen auslösen, soll Aave V4 eine modulare "Hub-and-Spoke"-Architektur einsetzen. Damit sollen Risiken lokal angepasst und Sicherheiten bei Bedarf eingefroren werden können. (CoinDesk)