KelpDAO-Angreifer verschiebt 75.700 ETH auf neue Wallets nach Arbitrum-Freeze

Der Angreifer hinter dem KelpDAO-Hack hat am 21. April 2026 insgesamt 75.700 ETH im Gegenwert von rund 175 Mio. US-Dollar auf zwei neu angelegte Wallet-Adressen transferiert. Die Bewegung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem der Security Council von Arbitrum 30.766 ETH, die dem Vorfall zugeordnet werden, eingefroren hatte. Nach Angaben des Blockchain-Sicherheitsdienstes PeckShieldAlert wurden die Abflüsse in zwei Tranchen aufgeteilt: Rund 25.000 ETH (57,93 Mio. US-Dollar) gingen an die Adresse 0xF980…15910, weitere rund 50.700 ETH (117,48 Mio. US-Dollar) an 0xABc8…36FAD. On-Chain-Tracker markierten beide Transaktionen; die Quelle ist dort als "Kelp DAO Exploiter 1" gelabelt. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch die genutzten Verschleierungs- und Abflusswege. Kleinere ETH-Transfers liefen bereits über Umbra Cash, das mittels Einmal-Adressen die Nachverfolgbarkeit erschwert. Laut CertiK verlagert der Angreifer zudem Vermögenswerte über THORChain in Richtung Bitcoin. Die Kombination aus Anonymisierung auf Ethereum und anschließender Kettenübertragung soll die Rückholung deutlich komplizieren. Die ursprüngliche Wallet gilt inzwischen als nahezu leer: Es verbleiben nur noch etwa 0,768 ETH, was kaum für künftige Transaktionsgebühren ausreicht. Das deutet darauf hin, dass die operative Aktivität vollständig auf die neuen Adressen verlagert wurde. Im Fokus steht nun, ob Arbitrum's Security Council, Strafverfolgungsbehörden und On-Chain-Analysten die neuen Wallet-Bewegungen schnell genug nachzeichnen können. Die zuvor eingefrorenen 30.766 ETH bleiben gesichert, die 75.700 ETH in den zwei neuen Wallets sind derzeit nicht geschützt. Sicherheitsteams beobachten die Adressen eng; weitere Transfers könnten Hinweise auf die nächsten Schritte des Angreifers liefern.