Justin Sun prangert WLFI-Tokenaffäre und "Hintertür"-Blacklist an

Wie ME News berichtet, hat Justin Sun am 12. April (UTC+8) auf X schwere Vorwürfe gegen World Liberty Financial erhoben. Sun erklärte, er unterstütze US-Präsident Trump und dessen kryptofreundliche Politik seit langem. Als früher Befürworter von World Liberty Financial habe er von Beginn an erheblich in das Projekt investiert, das als DeFi-Plattform für finanzielle Freiheit, ohne Intermediäre und mit breitem Zugang zu dezentralen Finanzdienstleistungen angekündigt worden sei. Nach Suns Darstellung sei weder ihm noch anderen Investoren offengelegt worden, dass im Smart Contract zur Ausgabe des WLFI-Tokens eine "Backdoor" mit Blacklist-Funktion integriert worden sei. Diese ermögliche es dem Unternehmen einseitig, Token von Inhabern einzufrieren, zu beschränken oder Vermögensrechte faktisch zu entziehen – ohne Vorankündigung, ohne Begründung und ohne Rechtsmittel. Das stehe im direkten Widerspruch zum Prinzip der Dezentralisierung. Sun verurteilte eine "laufende Token-Affäre", die von "bad actors" innerhalb von WLFI orchestriert werde. Er bezeichnete sich als erstes und größtes Opfer und behauptete, sein WLFI-Token-Wallet sei bereits 2025 illegal auf eine Blacklist gesetzt worden, was grundlegende Investorenrechte sowie das Fairnessprinzip der Blockchain-Technologie verletze. Zudem warf Sun dem WLFI-Team vor, Gebühren von Nutzern abzuschöpfen, heimlich Kontrollmechanismen zur Steuerung von Nutzervermögen einzubauen, Investorengelder ohne Offenlegung oder ordentliches Verfahren einzufrieren und die Krypto-Community wie einen "persönlichen Geldautomaten" zu behandeln. Diese Maßnahmen seien illegitim und niemals durch einen fairen, transparenten oder gutgläubigen Community-Governance-Prozess legitimiert worden. Die zur Rechtfertigung angeführten Governance-Abstimmungen seien nach Suns Angaben weder fair noch transparent durchgeführt worden. Wesentliche Informationen seien den Wählern vorenthalten, relevante Beteiligung eingeschränkt und Ergebnisse vorab festgelegt worden. Diese Abstimmungen spiegelten nicht den Willen der Community wider, sondern den Willen jener, die sie entworfen hätten. Sun betonte, die Handlungen stünden weder mit ihm noch mit Investoren in Verbindung, die den Versprechen des Projekts vertraut hätten. Er forderte: "Schaltet die Token frei. Sichert Transparenz gegenüber der Community. Lasst uns mit Integrität bauen – nicht mit Täuschung." (Quelle: ODAILY)