JPMorgan-Chef warnt vor Disruption durch Blockchain und treibt Ausbau von Kinexys voran

Wie ChainCatcher berichtet, hat JPMorgan-Chase-CEO Jamie Dimon in seinem am 6. April veröffentlichten jährlichen Aktionärsbrief Blockchain-Technologien wie Smart Contracts, Stablecoins und Tokenisierung als neue Wettbewerbskraft benannt. Diese könnten zentrale Bankfunktionen wie Zahlungsverkehr, Handel und Vermögensverwaltung unter Druck setzen. Im Fokus steht die institutionelle Blockchain-Plattform Kinexys. Sie soll ein tägliches Transaktionsvolumen von 10 Mrd. US-Dollar erreichen. Zu den Kunden zählen Mitsubishi Corporation, Qatar National Bank, Siemens und BlackRock. JPMorgan hat zudem seinen Einlagen-Token JPM Coin (JPMD) im November 2025 im von Coinbase unterstützten Base-Netzwerk ausgerollt und die Anbindung im Januar 2026 auf das Canton Network ausgeweitet. Dimon, der sich in der Vergangenheit kritisch zu Kryptowährungen geäußert hatte, räumte eine zunehmende Konkurrenz ein, zeigte sich aber zuversichtlich, die Führungsposition von JPMorgan zu verteidigen. Für 2025 meldete die Bank das achte Rekordjahr in Folge: Der Umsatz lag bei 185,6 Mrd. US-Dollar, der Nettogewinn bei 57 Mrd. US-Dollar.