Jefferies warnt: Sicherheitsvorfall bei KelpDAO könnte Blockchain-Adoption an der Wall Street bremsen

Jefferies sieht in dem Angriff auf Kelp DAO vom 18. April in Höhe von 293 Mio. US-Dollar ein Warnsignal für die Infrastruktur hinter Blockchain-Anwendungen. Der Vorfall lege zentrale Betriebsrisiken offen und könne traditionelle Finanzhäuser dazu veranlassen, Tempo und Umfang von Blockchain- und Tokenisierungsprojekten neu zu bewerten. Nach Einschätzung der Investmentbank verschärften die Angreifer die Marktturbulenzen und den Liquiditätsdruck, indem sie nicht besicherte Token prägten und über mehrere Plattformen Kredite aufnahmen. Der Angriff wird mit der Lazarus Group in Verbindung gebracht und verweist auf ein "Single Point of Failure" in den Prüfmechanismen von Cross-Chain-Bridges. Da Banken und Vermögensverwalter die Tokenisierung von Vermögenswerten wie Fonds, Anleihen und Einlagen vorantreiben, könnten solche Risiken einzelne Institute zu Verzögerungen bei der Umsetzung bewegen. Vorrang habe dann eine Überprüfung der Systemsicherheit. In Modellen, die stark auf Cross-Chain-Infrastruktur setzen, können Schwachstellen laut Jefferies zu Marktfragmentierung führen und den praktischen Nutzen tokenisierter Vermögenswerte beeinträchtigen. Trotz eines kurzfristigen Vertrauensdämpfers hält Jefferies an der langfristigen Entwicklung fest. Stablecoins und weitere Anwendungsfälle böten weiterhin Wachstumspotenzial, gestützt durch fortschreitende Regulierung und den Ausbau der Infrastruktur. Die Branche befinde sich insgesamt noch in einem frühen Stadium und brauche Zeit, um die Widerstandsfähigkeit der Systeme zu erhöhen. (CoinDesk)