Japans Finanzaufsicht skizziert Rahmen für Umzug von Krypto-Assets unter das Finanzinstrumente-Gesetz
Wie BlockBeats berichtet, hat Shigeshi Shimizu, Leiter der Abteilung Risikoanalyse im General Policy Bureau der japanischen Finanzaufsicht Financial Services Agency (FSA), am 21. April beim 9. BCCC Collaborative Day erläutert, dass ein Gesetzentwurf zur Überführung von Krypto-Assets vom Fund Settlement Law in den Financial Instruments and Exchange Act (FIEA) beim außerordentlichen Parlament (Extraordinary Diet) eingereicht wurde. Ziel ist ein stärkerer Schutz der Nutzer. Vorgesehen sind unter anderem: die Einführung einer neuen Kategorie "cryptocurrency exchange business", abhängig davon, ob Emittenten Offenlegungspflichten erfüllen; höhere Strafen sowie eine strengere Durchsetzung gegen nicht lizenzierte Anbieter; außerdem neue Regeln zu Insiderhandel und ein Zuschlagssystem.
Parallel dazu laufen drei Pilotversuche im Rahmen des "Payment Infrastructure Modernization Project (PIP)" der FSA, das im November vergangenen Jahres gestartet wurde: Erstens die gemeinsame Emission yenbesicherter Stablecoins durch Großbanken und weitere Beteiligte, um Effizienzgewinne bei grenzüberschreitenden Zahlungen für große Handelsunternehmen zu testen. Zweitens die on-chain Abwicklung von Wertpapieren: Ein Transfersystem soll die Übertragung von Rechten etwa an Staatsanleihen und Aktien auf einer Blockchain abbilden und zugleich mit bestehendem Recht kompatibel bleiben; Delivery-versus-Payment soll über Stablecoins erfolgen und einen durchgängigen 7x24-Handel samt Settlement ermöglichen. Drittens Übertragungen tokenisierter Bankeinlagen zwischen Banken: Geplant ist ein Mechanismus, der tokenisierte Einlagen bankübergreifend transferierbar macht und an das "Central Bank Demand Deposit Tokenization Sandbox Project" der Bank of Japan angebunden wird.