Iran-Opfer von Terrorismus wollen per Gerichtsbeschluss 344 Mio. USDT aus eingefrorenen Beständen übertragen lassen

Laut The Block haben Kläger mit US-Gerichtsurteilen gegen den Iran wegen Terrorismus am Donnerstag beim US-Bezirksgericht für den Südbezirk von New York einen Antrag eingereicht. Sie verlangen, dass das Gericht Tether anweist, rund 344,1 Mio. USDT in zwei Wallet-Adressen, die der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) zugerechnet werden und von der US-Sanktionsbehörde OFAC gelistet sind, auf null zu setzen und denselben Betrag in USDT neu auszugeben – an Wallets, die die Kläger benennen. Zur Begründung führen die Kläger an, Tether verfüge über die technische Möglichkeit und sei nach dem New Yorker "turnover"-Recht sowie nach bundesrechtlichen Vorschriften zur Durchsetzung von Anti-Terror-Urteilen verpflichtet. Sie verweisen auf Fälle, in denen Tether bereits FBI-Beschlagnahmeanordnungen sowie einen Fall aus Ohio umgesetzt habe, indem Token vernichtet und anschließend neu ausgegeben wurden. Insgesamt sollen Urteile im Umfang von etwa 2,42 Mrd. US-Dollar vollstreckt werden. Der Betrag umfasst Ausgleichs- und Strafschadenersatz aus mehreren Verfahren im Zusammenhang mit iranischem Terrorismus über mehr als zwei Jahrzehnte. Tether hatte die betreffenden Wallets am 24. April dieses Jahres eingefroren – am selben Tag, an dem OFAC sie auf seine Sanktionsliste setzte.