Iran blockiert Straße von Hormus: Risiko für globale Ölversorgung

Laut CoinDesk hat Iran die Straße von Hormus blockiert und damit die globale Ölversorgung unter Druck gesetzt. Auf Polymarket signalisiert ein WTI-Rohöl-Futures-Kontrakt für April 2026 dennoch nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass WTI bis dahin 160 US-Dollar je Barrel erreicht. Die "Ja"-Wahrscheinlichkeit liegt aktuell bei 1% und ist damit von 3% vor einer Woche gesunken. Die Sperre soll rund 10 Mio. Barrel pro Tag betreffen und damit einen neuen Höchstwert markieren; betroffen sind demnach 20% bis 25% des weltweiten seegestützten Ölhandels. In sämtlichen Teilmärkten des WTI-Kontrakts für April 2026 wird dieselbe 1%-Wahrscheinlichkeit angezeigt. Das deutet darauf hin, dass Trader das 160-Dollar-Szenario trotz Blockade weiterhin für sehr unwahrscheinlich halten. Das tägliche Handelsvolumen beträgt 316 US-Dollar, der Orderbuchwert liegt bei 20.174 US-Dollar. Für eine Kursbewegung von 5 Punkten wären 2.188 US-Dollar erforderlich, was auf geringe Aktivität hindeutet: Einzelne größere Orders oder neue Nachrichten könnten den Markt zwar schnell bewegen, aktuell findet jedoch kaum Handel statt. Die Versorgung ist zwar spürbar gestört, die Marktreaktion fällt aber mild aus: Der Markt legte lediglich um 1% zu. Das spricht dafür, dass viele Marktteilnehmer entweder mit einer baldigen Auflösung der Sperre rechnen oder davon ausgehen, dass sie nicht lange genug anhält, um WTI in Richtung 160 US-Dollar zu treiben. Sollte WTI tatsächlich 160 US-Dollar erreichen, würde jede Aktie von YES Corp. zum Preis von 0,012 US-Dollar eine Dividende von 1 US-Dollar auszahlen. Das entspräche dem 83-fachen. Solche Wetten erscheinen vor allem dann plausibel, wenn eine länger andauernde Schließung erwartet wird oder sich die Lage deutlich stärker zuspitzt als derzeit. Im Blick bleiben sollten Veränderungen rund um die OPEC+-Ankündigung, mögliche Umsteuerungen von Angebot durch Saudi-Arabien oder die VAE sowie neue Informationen des US-Energieministeriums zu Freigaben aus strategischen Reserven. Diese Faktoren dürften maßgeblich beeinflussen, ob sich WTI der Marke von 160 US-Dollar nähern kann. API-Zugang: Strukturierte API-Quellen bieten Zugriff auf Prognosemarkt-Intelligence. Frühzeitig auf die Warteliste setzen.