Iran öffnet Straße von Hormus vollständig – Ölpreise brechen ein

BlockBeats berichtet: Irans Außenminister Abbas Araqchi erklärte am 17. April, die Straße von Hormus sei "vollständig wieder geöffnet". Damit stiegen die Erwartungen an eine Normalisierung der Rohölversorgung abrupt – die internationalen Ölpreise gerieten deutlich unter Druck. Laut Marktdaten fiel US-Rohöl intraday um mehr als 9% auf rund 84 US-Dollar. Brent rutschte unter 90 US-Dollar, verlor über 8% und gab damit sämtliche Wochengewinne wieder ab. Auch europäische Erdgaspreise tendierten schwächer. Donald Trump bestätigte die Nachricht später in einem Post und erklärte, Iran sei bereit, die vollständige Einhaltung wieder aufzunehmen. Zusätzlich stützten Hoffnungen auf Fortschritte in einem Abkommen die Stimmung: Zuvor hatten Berichte darauf hingewiesen, die USA prüften, rund 20 Mrd. US-Dollar iranischer Vermögenswerte freizugeben – im Gegenzug für nuklearbezogene Zugeständnisse. Gespräche könnten demnach am Wochenende wieder aufgenommen werden. In der aktuellen Konfliktphase waren zeitweise rund 20% des globalen Öltransports durch die Straße von Hormus beeinträchtigt, was starke Preisschwankungen auslöste. Analysten sehen die Marktlogik nun im Wechsel von "Angebotsschock" hin zu "Erholungserwartungen"; der Preisrückgang spiegele eine Neubewertung der Deeskalationsaussichten wider. Die Unsicherheiten bleiben hoch. Ein langer Reparaturzyklus bei Energieinfrastruktur sowie die Möglichkeit, dass Iran Transitgebühren für Schiffe erhebt, könnten die Preise weiter beeinflussen. Branchenexperten erwarten, dass sich die globale Energieversorgung selbst nach einem Ende der Kämpfe nur schrittweise erholt. Insgesamt bewegt sich der Rohölmarkt von extremer Panik in Richtung einer vorübergehenden Stabilisierung – geopolitische Risiken sind damit nicht ausgeräumt.