GSR bringt BESO-ETF an die Nasdaq: Bitcoin-, Ethereum- und Solana-Exposure plus Staking-Erträge
GSR hat laut CoinDesk den ETF "BESO" an der Nasdaq gestartet. Das Produkt bietet institutionellen Investoren gebündelten Zugang zu Bitcoin, Ethereum und Solana und soll durch aktives Staking zusätzliche Renditen erwirtschaften. Der Handel beginnt heute unter dem Tickersymbol BESO.
Mit BESO entsteht ein ETF-Typ, der Kurs-Exposure mit Erträgen aus Blockchain-Netzwerken kombiniert. Der Fonds wurde gemeinsam mit Framework Digital Advisors entwickelt und integriert Staking-Mechanismen, bei denen Krypto-Assets zur Absicherung von Netzwerken gebunden werden. Jane Street Capital fungiert in der Startphase als primärer Market Maker zur Sicherstellung der Liquidität.
Im Unterschied zu klassischen Spot-ETFs bildet BESO die Preise nicht nur passiv ab, sondern zielt auf laufende Erträge über Staking. Der Prospekt verweist auf zentrale Risiken wie "Slashing" (Strafabzüge bei Validator-Fehlern), technische Störungen sowie Liquiditätseinschränkungen während Sperrfristen.
Die Anlagestrategie "Core3" kombiniert makroökonomische und technische Signale. Bitcoin wird als digitaler Wertspeicher positioniert, Ethereum und Solana als zentrale Treiber von Tokenisierung und DeFi. Anders als Produkte wie BlackRocks IBIT setzt BESO auf ein wöchentliches Rebalancing, um die Allokation zwischen den drei Assets anhand aktueller Marktsignale dynamisch anzupassen.
Der Start erfolgt in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt für Krypto-ETFs. Produkte wie der iShares Ethereum Trust und ETHB testen zwar Staking-Funktionen, bleiben aber auf einzelne Assets fokussiert. Analysten verweisen darauf, dass ein erheblicher Teil dieser Instrumente von institutionellen Investoren gehalten wird, was auf einen Trend zu langfristiger Kapitalbindung hindeutet.
Gleichzeitig haben sich die Risiken im DeFi-Sektor verschärft, darunter mehrere aufsehenerregende Hackerangriffe im April. GSR betont vor diesem Hintergrund seine Kompetenz in Liquidität und Risikomanagement und verweist auf institutionelle Infrastruktur sowie kontrollierte Staking-Prozesse zur Reduzierung operativer Verwundbarkeiten.
Die Gebühr von BESO liegt bei rund 1%. Das Hybridmodell aus potenziellem Kapitalwachstum und Yield soll einen neuen Standard für Krypto-Investmentprodukte in den USA setzen. Der Schritt signalisiert eine Verschiebung im ETF-Markt: weg vom reinen Buy-and-Hold hin zu anspruchsvolleren, ertragsorientierten Strategien – mit dem Anspruch, nicht nur Krypto-Assets zu halten, sondern mit ihnen laufende Erträge zu erzielen.