Goldman Sachs steigt aus XRP- und Solana-ETFs aus und hält an Bitcoin-Positionen fest
Goldman Sachs zieht beim Thema Altcoin-ETFs eine klare Linie. Aus dem aktuellen Form-13F-Bericht für das 1. Quartal 2026 geht hervor, dass die Bank sämtliche Positionen in XRP- und Solana-bezogenen ETFs vollständig abgebaut hat. Diese Bestände hatten im 4. Quartal 2025 zusammen ihren Höchststand von rund 154 Mio. US-Dollar erreicht.
Bei Bitcoin bleibt Goldman dagegen weitgehend investiert. Die Allokation in Bitcoin-ETFs liegt weiterhin bei etwa 700 Mio. US-Dollar. Genannt werden Fonds von BlackRock und Fidelity. Gegenüber dem vorherigen Niveau entspricht das laut Bericht lediglich einer Kürzung um rund 10%: Die Position bewegt sich zwischen 715 Mio. und 720 Mio. US-Dollar.
Auch Ethereum wurde deutlich zurückgefahren. Goldman reduzierte das Engagement in ETH-ETFs um etwa 70% und hält nun noch rund 114 Mio. US-Dollar.
Die Verkäufe fielen in eine Phase, in der XRP- und Solana-ETFs noch junge Produkte waren: Sie wurden erst Ende 2025 aufgelegt.
Parallel zu den ETF-Umschichtungen stockte Goldman seine Beteiligungen an Krypto-nahen Aktien spürbar auf. Der Anteil an Circle wurde um 249% erhöht, die Position in Galaxy Digital um 205%. Auch Coinbase erhielt zusätzliches Kapital. Circle ist Emittent des Stablecoins USDC, der in großen Teilen des DeFi-Ökosystems und bei institutionellen Abwicklungen eine zentrale Rolle spielt. Galaxy Digital ist in Handel, Asset Management und Mining aktiv. Coinbase gilt als größte US-Börse für Kryptowährungen.
Auffällig ist insbesondere der Zukauf bei Circle vor dem Hintergrund der globalen Regulierung von Stablecoins. Mit der zunehmenden Etablierung rechtlicher Rahmenwerke positioniert sich USDC als konforme, institutionell ausgerichtete Option.
Am stärksten wirkt als Signal die Kürzung bei Ethereum. Der 70%-Rückgang deutet darauf hin, dass selbst die institutionelle Investmentthese für ETH im Vergleich zu Bitcoin an Gewicht verliert. Sollte sich dieses Muster in weiteren 13F-Meldungen großer Häuser bestätigen, könnten sich die Liquiditätsbedingungen für Altcoin-ETFs spürbar verändern, da diese Produkte zur Existenzsicherung ausreichende verwaltete Vermögen benötigen.