Goldman Sachs hebt Rezessionswahrscheinlichkeit für die USA auf 30% an

Goldman Sachs veranschlagt das Risiko einer Rezession in den USA innerhalb der kommenden 12 Monate nun auf 30% und damit 5 Prozentpunkte höher als zuvor. Als Haupttreiber nennt die Bank die stark gestiegenen Öl- und Erdgaspreise. Der Energieschock, verschärfte Finanzierungsbedingungen infolge des Nahost-Konflikts sowie ein nachlassender Effekt der umfangreichen Steuerrechtsänderungen vom vergangenen Sommer unter Präsident Trump veranlassen Chefökonom Hatzius, die Basisprognose für die Arbeitslosenquote zum Jahresende auf 4,6% anzuheben. An den Zinserwartungen hält Goldman Sachs fest: Die US-Notenbank dürfte die Leitzinsen im September und Dezember senken. Für die zweite Jahreshälfte rechnet die Bank zudem mit einem unter dem Trend liegenden US-Wachstum; das annualisierte BIP-Wachstum wird auf 1,25% bis 1,75% geschätzt. Wegen anhaltender Störungen beim Energietransport durch die Straße von Hormus erhöhte Goldman Sachs am Montag bereits seine Ölpreisprognose für dieses Jahr. Die Bank erwartet, dass der Konflikt die globale Inflation anhebt und das weltweite BIP-Wachstum um 0,4 Prozentpunkte dämpft; im Worst-Case-Szenario könnte der negative Effekt auf das Wachstum doppelt oder sogar dreifach so hoch ausfallen. (Jin10)