US-Kanzlei prüft Sammelklage nach Drift-Protocol-Hack – Vorwürfe richten sich gegen Circle
Die US-Kanzlei Gibbs Mura hat eine Untersuchung mit Blick auf eine mögliche Sammelklage zum Hack des Drift Protocol vom 1. April 2026 gestartet. Im Fokus stehen potenzielle Ansprüche von Investoren gegen Circle Internet Financial.
Bei dem Angriff wurden Vermögenswerte im Umfang von rund 280 bis 285 Mio. US-Dollar entwendet. Anschließend soll der Angreifer über 230 Mio. USDC kettenübergreifend nach Ethereum transferiert haben – über Circle's CrossChain Transfer Protocol (CCTP). Laut der Kanzlei habe Circle die Mittel dabei nicht eingefroren.
Brisant ist der Vergleich mit einem anderen Fall: Neun Tage zuvor hatte Circle in einem separaten zivilrechtlichen Streit 16 kommerzielle Wallets freiwillig gesperrt.
Das Blockchain-Analysehaus Elliptic vermutet hinter dem Angriff eine Verbindung zu einer staatlich unterstützten nordkoreanischen Hackergruppe.
Die Folgen für Drift Protocol waren erheblich: Der Total Value Locked (TVL) fiel von 550 Mio. US-Dollar auf unter 250 Mio. US-Dollar, der DRIFT-Token verlor mehr als 40%. Zudem sollen mindestens 20 DeFi-Protokolle indirekte Schäden erlitten haben.