Galaxy Digital erhält BitLicense in New York und erschließt institutionellen Zugang zu rund 9 Mrd. US-Dollar Krypto-Plattform
Galaxy Digital hat am 18. Mai mitgeteilt, dass die New Yorker Finanzaufsicht Department of Financial Services (NYDFS) der Tochtergesellschaft GalaxyOne Prime NY sowohl eine BitLicense als auch eine Money Transmission License erteilt hat. Damit kann Galaxy institutionellen Kunden im Bundesstaat New York regulierte Dienstleistungen für den Handel mit digitalen Vermögenswerten sowie Verwahrung anbieten. Das Unternehmen verweist dabei auf eine Plattform mit rund 9 Mrd. US-Dollar an verwalteten Kundengeldern.
CEO Mike Novogratz bezeichnete die Genehmigungen als strategischen Zugang zu einem besonders konzentrierten Markt institutioneller Kapitalallokatoren. New York verfüge über den tiefsten Pool an institutionellem Kapital in den USA; digitale Vermögenswerte stünden nicht mehr nur am Rand der Portfolios.
Die BitLicense-Regulierung gilt seit ihrer Einführung 2015 als eines der strengsten US-Regime, unter anderem mit Kapitalanforderungen, fortlaufenden Compliance-Prüfungen und Cybersecurity-Aufsicht. Seit Start wurden laut Unternehmen nur rund 40 Lizenzen vergeben.
Für Galaxy eröffnet die Zulassung direkte Anknüpfungspunkte zu Hedgefonds und registrierten Investmentberatern. Das Research-Team um Alex Thorn sieht diese Anlegergruppe als wesentlichen Treiber für Bitcoin- und breitere Krypto-Allokationen bis 2026.
Im Wettbewerb positioniert sich Galaxy damit als erst zweites Unternehmen, das 2026 eine BitLicense erhält (nach dem Zahlungsanbieter Strike im März). Galaxy reiht sich zudem in die Gruppe prominenter Lizenzinhaber wie Coinbase, Robinhood, Circle und PayPal ein. Zugleich erweitert die Entscheidung die regulatorische Präsenz des Unternehmens auf mehr als 50 globale Lizenzen.
Operativ baut Galaxy parallel zu seinem Digital-Asset-Angebot Rechenzentrums- und KI-Infrastruktur aus. Die New-York-Lizenz öffnet dem Unternehmen einen der weltweit größten institutionellen Kapitalpools, nachdem Galaxy im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben Rekordergebnisse im Bereich Global Markets erzielt und sein Rechenzentrumsgeschäft ausgebaut hat.
Am Markt blieb die unmittelbare Reaktion verhalten: Die Galaxy-Aktie fiel am Montag im vorbörslichen Handel um 2,36% auf 28,91 US-Dollar, im Einklang mit der allgemeinen Marktschwäche.
Fazit: Mit den NYDFS-Genehmigungen kann Galaxy in dem wichtigsten US-Markt für Asset Manager und Hedgefonds formell um institutionelles Krypto-Geschäft konkurrieren und unterstreicht zugleich regulatorische Substanz und operative Bereitschaft, während die institutionelle Krypto-Adoption voranschreitet.