Galaxy Digital: Nettoverlust im Q1 2026 bei 216 Mio. US-Dollar nach Kursrutsch bei Digitalwerten
Galaxy Digital hat im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 216 Mio. US-Dollar ausgewiesen. Belastend wirkte vor allem der rund 20%ige Rückgang der Preise digitaler Vermögenswerte im Quartalsverlauf. Am Markt war im Konsens mit einem Verlust von 1,06 US-Dollar je Aktie gerechnet worden; Galaxy meldete -0,49 US-Dollar je Aktie und lag damit deutlich besser als erwartet.
Zum Quartalsende beliefen sich die Gesamtaktiva auf rund 10 Mrd. US-Dollar. Das Eigenkapital lag bei 2,8 Mrd. US-Dollar und damit 8% unter dem Vorquartal. Mit 2,6 Mrd. US-Dollar in Cash und Stablecoins verfügte das Unternehmen über eine robuste Liquiditätsreserve trotz des schwierigen Handelsumfelds. Die Bestände an digitalen Vermögenswerten sanken im Quartalsvergleich um 19% auf 1,36 Mrd. US-Dollar und folgten damit der breiteren Marktentwicklung.
Rechenzentrum: Helios startet in die Umsatzphase
Die Helios-Rechenzentrumsanlage in Texas hat im April 2026 die erste Data Hall an CoreWeave übergeben. Damit geht das Projekt von der Bauphase in den operativen, umsatzgenerierenden Betrieb über. Ein spürbarer Hochlauf der Rechenzentrumsumsätze wird im zweiten Quartal erwartet.
Galaxy beschreibt eine ambitionierte Ausbauplanung: 133 Megawatt sollen im Q2 bereitgestellt werden, zusätzlich sind 830 Megawatt über ERCOT gesichert. Die gesamte Pipeline übersteigt 1,6 Gigawatt. Für ein Unternehmen, das bislang vor allem als Krypto-Finanzdienstleister wahrgenommen wurde, steht der Rechenzentrumsausbau für eine strukturelle Diversifizierung in Richtung KI-Infrastruktur in einer Phase weltweit steigender Nachfrage nach Rechenkapazität.
Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) lag im Quartal bei rund 5 Mrd. US-Dollar.
Kapitalmaßnahmen
Im Quartal kaufte Galaxy 3,2 Mio. eigene Aktien für 65 Mio. US-Dollar zurück. Das signalisiert, dass das Management die aktuelle Bewertung eher als Chance denn als Abbild des inneren Unternehmenswerts sieht. Zudem schloss das Unternehmen das Delisting von der Toronto Stock Exchange ab und bündelt damit seine Präsenz an den Kapitalmärkten.
Der Ausblick in Richtung Q2 stützt sich vor allem auf zwei Faktoren: eine Erholung der Digital-Asset-Preise nach den Q1-Tiefs sowie der Beginn wiederkehrender Rechenzentrumsumsätze aus der Partnerschaft mit CoreWeave. Treffen beide Entwicklungen zusammen, könnte sich das Finanzprofil von Galaxy zur Jahresmitte deutlich verändern. Gleichzeitig ist eine nachhaltige Erholung bei digitalen Vermögenswerten nicht sicher, und der Hochlauf im Rechenzentrumsgeschäft dürfte sich erst zeitversetzt in den ausgewiesenen Zahlen niederschlagen.
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