Frankreich setzt Krypto-Anbietern ohne Lizenz 33 Tage Frist: MiCA-konform werden oder geordnet abwickeln
Die französische Finanzaufsicht Autorité des Marchés Financiers (AMF, @AMF_actu) hat Krypto-Unternehmen, die in Frankreich ohne Lizenz tätig sind, eine Frist bis zum 30. Juni gesetzt. Bis dahin müssen sie entweder eine Zulassung erhalten oder ihre Aktivitäten geordnet einstellen.
AMF-Präsidentin MarieAnne BarbatLayani kündigte den Termin laut Reuters bei einer Presseveranstaltung am Donnerstag an. Unternehmen, die die Vorgabe nicht erfüllen, müssen mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen und "geordnete Abwicklungspläne" umsetzen, um Kundengeschäfte zu übertragen.
Die Maßnahme fällt in eine Phase, in der das MiCA-Regime (Markets in Crypto-Assets) in der EU praktisch erprobt wird. Nach MiCA können Kryptodienstleister in einem der 27 EU-Mitgliedstaaten lizenziert werden und ihre Dienste über das sogenannte Passporting EU-weit anbieten. Dieses Modell gerät aktuell unter Druck: Zwischen den Mitgliedstaaten nehmen die Spannungen darüber zu, ob die in Paris ansässige EU-Wertpapieraufsicht ESMA die MiCA-Aufsicht stärker zentralisieren sollte.
Mit weniger als fünf Wochen bis zum Stichtag gilt die Vorgabe der AMF als erster harter Durchsetzungstest dafür, wie MiCA nicht lizenzierte Aktivitäten tatsächlich zurückdrängt.