Fed: Williams plädiert für unveränderte Zinsen – Erwartungen an Erhöhungen nehmen zu
BlockBeats, 3. Juni: John Williams von der US-Notenbank Federal Reserve sprach sich dafür aus, den Leitzins vorerst unverändert zu lassen. Die Geldpolitik sei "genau richtig"; weder Zinserhöhungen noch Zinssenkungen seien derzeit erforderlich. Die Fed werde die Auswirkungen der jüngsten Zollmaßnahmen genau beobachten, zumal die Aufwärtsrisiken für die Inflation zugenommen hätten. Für den weiteren Zinskurs sieht Williams keinen klaren Trend; die Forward Guidance der Fed hält er nicht für besonders hilfreich.
Daten von CME FedWatch zeigen, dass die Erwartungen an Zinssenkungen in diesem Jahr weitgehend verschwunden sind, während die Spekulationen auf Zinserhöhungen zunehmen – einschließlich eines Szenarios mit insgesamt 75 Basispunkten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen das gesamte Jahr bis Ende 2026 unverändert lässt, liegt bei 40,9%. Für eine kumulierte Senkung um 25 Basispunkte werden nur 0,7% veranschlagt. Die Wahrscheinlichkeit einer kumulierten Erhöhung um 25 Basispunkte beträgt 41,6%, für 50 Basispunkte 14,6% und für 75 Basispunkte 0,1%. Für die nächste Sitzung im Juni wird die Chance einer Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 1,7% beziffert.