Fed-Vertreter Mousaallem: Leitzinsen dürften zunächst auf dem aktuellen Niveau bleiben
Huoxing Finance berichtet: Fed-Offizieller Musalem erklärte am 16. April, die hohen Ölpreise könnten die Kerninflation für den Rest dieses Jahres um fast einen Prozentpunkt über das Inflationsziel der Notenbank von 2% treiben. Das könnte die Fed dazu zwingen, die Zinsen vorerst unverändert zu lassen.
"Wir werden wahrscheinlich eine gewisse Weitergabe der Ölpreise an die Kerninflation sehen", sagte Musalem. Er rechnet damit, dass das zugrunde liegende Preismaß zum Jahresende "knapp unter 3%, vielleicht um 3%" liegt, bei weiterhin bestehenden Aufwärtsrisiken. Die Fed könnte den Leitzins "für einige Zeit" in der aktuellen Spanne von 3,50%3,75% belassen und in den kommenden Monaten Inflations-, Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten beobachten. Diese Einschätzung werde von vielen Kollegen geteilt.
Nach Musalems Angaben dürfte der Effekt der Zollanhebungen aus dem vergangenen Jahr in diesem Quartal schrittweise nachlassen; auch die Inflation bei den Wohnimmobilienpreisen kühle ab. Mit steigenden Ölpreisen bleibe die Teuerung in vielen Dienstleistungsbereichen aber erhöht. Sollte die Inflation erneut anziehen und die Inflationserwartungen zu verankern drohen, schließe er weitere Zinserhöhungen nicht aus.
Den Ölmarkt bezeichnete Musalem als den "dritten negativen Angebotsschock in 12 Monaten". In Kombination mit höheren Zollsätzen und strengeren Einwanderungsregeln berge dies Risiken für den Inflationsausblick und den Arbeitsmarkt und könnte das Wachstum dämpfen. Für dieses Jahr erwartet er ein nachlassendes, aber weiterhin in einer Spanne von 1,5% bis 2% liegendes Wirtschaftswachstum. (Jin10)