FOMC-Protokoll: Mehrheit rechnet mit längerem Weg zurück zu 2%-Inflation – weitere Straffung bei Bedarf möglich
Aus dem Protokoll der FOMC-Sitzung der US-Notenbank (Federal Reserve) im April geht hervor, dass die meisten Mitglieder die Inflation weiterhin oberhalb des 2%-Ziels sehen. Als Faktoren für Aufwärtsrisiken nannten sie unter anderem höhere Energiepreise, den Nahost-Konflikt, Zölle sowie KI-bezogene Investitionskosten. Viele Teilnehmer erklärten, die Rückkehr der Inflation zum Zielwert könne mehr Zeit in Anspruch nehmen als zuletzt erwartet. Zudem signalisierten die meisten, dass eine weitere geldpolitische Straffung nötig werden könnte, falls die Inflation dauerhaft über dem Ziel bleibt. Zinssenkungen könnten laut den Notenbankern angemessen werden, wenn die Inflation weiter nachlässt oder sich der Arbeitsmarkt deutlich abschwächt.