FDIC stimmt vor Frist des GENIUS Act über Stablecoin-Regeln ab

Die US-Einlagensicherungsbehörde FDIC will am 07. April 2026 über einen Entwurf für neue Stablecoin-Vorgaben abstimmen. Auf der Agenda stehen aufsichtsrechtliche Standards für Emittenten auf Bundesstaatenebene, die einen Stablecoin mit einem Umlaufvolumen von weniger als 10 Mrd. US-Dollar herausgeben. Auch Kapitalanforderungen und Einlöserechte sollen geregelt werden. Der Entwurf ist als eigenständige Leitlinie geplant, knüpft aber an das 2025 angestoßene Regelwerk an. Die letztjährige Vorlage skizzierte unter anderem das Antragsverfahren für künftige Emittenten: eine 30-tägige Prüfphase sowie bis zu 120 Tage bis zur endgültigen Entscheidung. Die Frist für Stellungnahmen zum im Dezember veröffentlichten Entwurf sollte ursprünglich im Februar enden, wurde aber bis Mai verlängert. Weitere Regelvorschläge sollen die 2025 veröffentlichten Vorgaben ergänzen. Auslöser ist auch eine jüngste Leitlinie des US-Finanzministeriums, die ein zweistufiges Aufsichtsmodell für Stablecoin-Emittenten auf Bundes- und Bundesstaatenebene vorsieht. Danach soll die FDIC Emittenten beaufsichtigen, deren Stablecoin ein Umlaufvolumen von 10 Mrd. US-Dollar oder weniger aufweist. Wächst das Volumen über 10 Mrd. US-Dollar hinaus, fällt die Aufsicht automatisch auf Bundesebene an das OCC (Office of the Comptroller of the Currency). Bankenaufseher, darunter die Federal Reserve, wollen die Standards gemeinsam harmonisieren, um Reibungsverluste zu reduzieren. Fed-Gouverneur Michael Barr pochte auf qualitativ hochwertige Reserveaktiva und verwies auf eine "lange, schmerzhafte Geschichte" privaten Geldes und von Bank Runs im 19. Jahrhundert. Das Stablecoin-Gesetz, der GENIUS Act, wurde im vergangenen Jahr verabschiedet. Als Termin für die Umsetzung legten die Gesetzgeber den 18. Juli 2026 fest. Nach dem Fahrplan der verschiedenen Behörden wirken die Aufseher derzeit darauf vorbereitet, diese Frist zu unterschreiten. Auch potenzielle Emittenten stellen sich auf klarere Vorgaben ein. So hat Tether zur Erhöhung der Transparenz Big-Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften eingebunden, während das Unternehmen eine Expansion in die USA anstrebt. Zusammenfassung: Die FDIC soll einen neuen Vorschlag zu Kapitalanforderungen und aufsichtsrechtlichen Standards für FDIC-beaufsichtigte Einheiten auf den Weg bringen, die Stablecoin-Emittenten werden wollen. Treasury, Fed, FDIC und OCC treiben parallel mehrere Regelwerke voran, um die Umsetzung des GENIUS Act bis zum 18. Juli 2026 sicherzustellen.