Europäisches Parlament unterstützt EZB-Plan für digitalen Euro zur Stärkung der Währungssouveränität

Das Europäische Parlament hat in einer Plenarsitzung über den EZB-Jahresbericht die Initiative der Europäischen Zentralbank für einen digitalen Euro mit 443 Ja-Stimmen, 71 Gegenstimmen und 117 Enthaltungen unterstützt. Die Abgeordneten bezeichneten einen möglichen digitalen Euro als Mittel zur Stärkung der EU-Währungssouveränität und zur Verringerung der Fragmentierung im Zahlungsverkehr, während sie Europas Abhängigkeit von Zahlungsdienstleistern außerhalb der EU hervorhoben. Die Resolution bekräftigt, dass Bargeld ein Kernelement des Währungssystems des Euroraums bleibt, wobei sowohl physischer als auch digitaler Euro als gesetzliches Zahlungsmittel vorgesehen sind. Laut Bemerkungen von EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone und anderen Ökonomen wird ein digitaler Euro als "öffentliches Geld in digitaler Form" und als souveräne, EU-kontrollierte Zahlungsoption diskutiert, die Resilienz, strategische Autonomie und Verbraucherschutz stärken könnte.