Ethereum Foundation verkauft 10.000 ETH in 23-Mio.-US-Dollar-OTC-Deal an Bitmine
Die Ethereum Foundation hat am Freitag im Rahmen eines außerbörslichen (OTC) Geschäfts 10.000 ETH an Bitmine verkauft. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 2.292,15 US-Dollar je ETH, der Erlös bei rund 23 Mio. US-Dollar. Nach Angaben der Stiftung sollen die Mittel den laufenden Betrieb finanzieren und in Protokollforschung, Ökosystementwicklung sowie Community-Grants fließen.
Der Deal setzt eine Reihe jüngster OTC-Transaktionen mit demselben Kontrahenten fort. In der Vorwoche hatte die Foundation bereits 10.000 ETH veräußert, zuvor erfolgte eine Übertragung von 5.000 ETH. Damit summieren sich die jüngsten OTC-Verkäufe auf 25.000 ETH mit einem Gesamtwert von etwa 57 Mio. US-Dollar. Der gewichtete Durchschnittspreis lag demnach nahe 2.280 US-Dollar pro ETH. OTC-Geschäfte gelten als gängiges Mittel, größere Volumina zu bewegen, ohne unmittelbar die Orderbücher an Börsen zu belasten.
Auf Käuferseite baut Bitmine Immersion Technologies seine Ethereum-Position weiter aus. Das von Tom Lee geführte Unternehmen hält nach eigenen Angaben inzwischen rund 4,2% des gesamten ETH-Angebots und strebt eine Beteiligung von 5% an. Die Käufe von der Foundation zahlen direkt auf dieses Ziel ein.
Bitmine setzt dabei nicht nur auf Bestandsaufbau, sondern betreibt Validator-Infrastruktur. Über die MAVAN-Plattform hat das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 3,7 Mio. ETH gestakt, bewertet mit etwa 8,8 Mrd. US-Dollar. Zusätzlich hält Bitmine rund 91 Mio. US-Dollar in Eightco Holdings und verweist auf eine hohe Handelsliquidität, getragen von institutionellen Marktteilnehmern.
Die Ethereum Foundation verwaltet ihre Reserven weiter über strukturierte Verkäufe und Staking. Laut Arkham-Daten hat die Stiftung 70.000 ETH zum Staking allokiert und hält mehr als 82.500 ETH. Nach Darstellung der Foundation entsprechen die Transaktionen der Treasury-Policy, um die langfristige Entwicklung zu finanzieren und nicht ausschließlich auf Bestände angewiesen zu sein. In der Marktgemeinde wird zugleich das Tempo der jüngsten Verkäufe diskutiert; Befürworter verweisen darauf, dass OTC-Abwicklungen die direkte Marktwirkung im Vergleich zu Börsentransaktionen begrenzen. Die Stiftung betonte in der Vergangenheit, kurzfristige Finanzierungserfordernisse mit einer langfristigen Strategie ausbalancieren zu wollen.