BTCFi-Protokoll Echo auf Monad angegriffen: eBTC-Markt ausgenutzt

Das Bitcoin-orientierte DeFi-Protokoll Echo ist am Montag auf dem Netzwerk Monad Ziel eines Angriffs geworden. Die genaue Ursache ist bislang unklar. Aufmerksam gemacht wurde die Schwachstelle zunächst von einem anonymen Krypto-Influencer; gegen 17:55 Uhr US-Ostküstenzeit verbreitete DCF God die Information auf X, weitere Onchain-Analyse-Accounts lieferten ergänzende Details. Laut ChainLens prägte der Angreifer 1.000 eBTC (von Echo auf Monad ausgegebene Bitcoin-Liquiditäts-Token) und hinterlegte 45 eBTC als Sicherheit im DeFi-Kreditprotokoll Curvance. Daraufhin lieh er sich rund 11,29 WBTC, zum damaligen Zeitpunkt etwa 867.700 US-Dollar. Anschließend wurden die WBTC nach Ethereum gebrückt und in ETH getauscht. Die daraus resultierenden 385 ETH wurden an den Krypto-Mixer Tornado Cash transferiert. Berichten zufolge hält der Angreifer weiterhin 955 eBTC im Wert von 73,2 Mio. US-Dollar. Lookonchain-Gründer Nick Sawinyh schrieb dazu: „Die verbleibenden 99% des Fake-Angebots liegen in der Wallet des Angreifers, da die Liquidität in Monads Lending- und DEX-Märkten nicht mehr ausreicht, um weiteres Volumen aufzunehmen.“ Monad und Curvance bestätigten im Anschluss die Schwachstelle. Monad-Mitgründer Keone Hon erklärte, die Security-Teams untersuchten den Vorfall, das Netzwerk selbst sei nicht betroffen. In einem weiteren Beitrag ergänzte Hon: Nach der Prüfung scheine durch den Exploit von Echo's eBTC ein Betrag von rund 816.000 US-Dollar entwendet worden zu sein. Curvance teilte mit, die vollständig unabhängige Marktarchitektur habe andere Märkte abgeschirmt; es gebe keine Hinweise auf eine Kompromittierung der Smart Contracts. Vorsorglich habe man den betroffenen Echo-eBTC-Markt ausgesetzt. Echo Protocol ist ein multichain BTCFi-Protokoll, das ursprünglich als Plattform für Bitcoin-Liquidität und Renditen gestartet ist und eine starke Präsenz auf Aptos hat. Vor dem Echo-Vorfall waren in diesem Monat bereits 13 Sicherheitsvorfälle in DeFi-Protokollen bekannt geworden. DeFi Llama führt unter anderem den Exploit der Ethereum-Bridge von Verus am 17. Mai an, bei dem 11,6 Mio. US-Dollar verloren gingen. Die Entwicklung dauert an.