Krypto-Anwältin: Hackerangriff auf Drift Protocol könnte als zivilrechtliche Fahrlässigkeit gelten
Wie ME News berichtet, erklärte die Anwältin Ariel Givner am 6. April (UTC+8), der Angriff in Höhe von 280 Mio. US-Dollar auf die Solana-basierte DeFi-Plattform Drift Protocol hätte durch gängige Maßnahmen der operativen IT-Sicherheit verhindert werden können. Nach ihrer Einschätzung könnte der Vorfall zivilrechtliche Fahrlässigkeit darstellen.
Als Begründung nannte Givner Versäumnisse bei grundlegenden Sicherheitsstandards. Dazu zählten unter anderem, dass Signaturschlüssel nicht auf physisch isolierten Systemen aufbewahrt wurden, sowie eine unzureichende Sorgfaltsprüfung von Blockchain-Entwicklern auf Branchenevents.
Drift teilte auf X mit, der Angreifer habe die Operation über sechs Monate vorbereitet und das Team erstmals im Oktober 2025 auf einer großen Krypto-Konferenz kontaktiert. Nachdem Vertrauen aufgebaut worden sei, seien Entwicklergeräte über bösartige Links und Malware kompromittiert worden.
Drift erklärte zudem, man gehe mit mittlerer bis hoher Sicherheit davon aus, dass es sich um dieselbe Gruppe handle, die für den Angriff auf Radiant Capital im Oktober 2024 verantwortlich war. Inzwischen werden Sammelklagen gegen Drift Protocol beworben. (Quelle: ODAILY)