Krypto-ETF-Zuflüsse bei 1,2 Mrd. US-Dollar: Bitcoin dominiert mit 933 Mio.

Die Nachfrage nach Krypto-ETFs hat in der vergangenen Woche deutlich angezogen: Laut CoinShares summierten sich die Nettozuflüsse auf über 1,2 Mrd. US-Dollar. Damit stiegen die Zuflüsse in den vergangenen vier Wochen auf insgesamt 4,6 Mrd. US-Dollar. Trotz des frischen institutionellen Kapitals taten sich die Kurse von Bitcoin und Ethereum weiter schwer. Das verwaltete Vermögen (AuM) im Krypto-ETF-Segment kletterte auf 155 Mrd. US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 1. Februar. Unter dem Höchstwert des vorherigen Zyklus von 263 Mrd. US-Dollar (Oktober 2015) bleibt das Niveau dennoch. Als zusätzlicher Risikofaktor gilt das Treffen des Federal Open Market Committee (FOMC) am 28.–29. April. Regional entfiel der Großteil der neuen Mittel auf die USA: Dort lagen die Zuflüsse bei 1,1 Mrd. US-Dollar. US-Spot-Bitcoin-ETFs trugen dazu laut CoinShares in der vergangenen Woche 823 Mio. US-Dollar bei. Deutschland kam auf 61,7 Mio. US-Dollar und damit auf mehr als das Doppelte der Vorwoche. Die Schweiz drehte nach zuvor 138 Mio. US-Dollar Abflüssen wieder ins Plus und verzeichnete 35,2 Mio. US-Dollar Zuflüsse. Kanada steuerte 15 Mio. US-Dollar bei. Treiber des Booms waren Bitcoin-basierte Produkte: Sie sammelten 933 Mio. US-Dollar ein, die Zuflüsse seit Jahresbeginn erreichten damit 4 Mrd. US-Dollar. Short-Bitcoin-Produkte meldeten 16,5 Mio. US-Dollar Zuflüsse, was auf anhaltendes, aber nicht extremes Hedging hindeutet. Ethereum-basierte Produkte verbuchten 192 Mio. US-Dollar; damit ist es die dritte Woche in Folge mit mehr als 190 Mio. US-Dollar Zufluss, obwohl die Kursentwicklung vergleichsweise verhalten blieb. Blockchain-Aktien-ETFs kamen in den vergangenen drei Wochen auf 617 Mio. US-Dollar Zuflüsse. Technisch sieht Analyst Ted Pillows bei Bitcoin eine Divergenz: Im 4-Stunden-Chart bewege sich der Kurs in einem steigenden Kanal mit höheren Hochs und höheren Tiefs, während der RSI niedrigere Hochs bilde. Das deute auf nachlassende Dynamik trotz steigender ETF-Zuflüsse hin. Bei Ethereum zeigt sich laut Pillows ein fragileres Bild: Der Kurs habe mehrfach daran gescheitert, den Widerstand bei 2.400 US-Dollar nachhaltig zu überwinden, wodurch sich eine Widerstandszone ausgebildet habe. Aktuell liege Ethereum unterhalb dieses Bereichs; die zentrale Unterstützungszone verortet der Analyst zwischen 2.200 und 2.250 US-Dollar. Diese Spanne "könnte vor einer Erholung noch einmal getestet werden".