ConsenSys und Joe Lubin stellen bis zu 30.000 ETH für DeFi-United-Rettungsinitiative bereit

ConsenSys und Ethereum-Mitgründer Joe Lubin haben sich der Initiative DeFi United angeschlossen und bis zu 30.000 ETH zugesagt. Mit den Mitteln soll die Deckung von rsETH nach einem Bridge-Vorfall vom 18. April wiederhergestellt werden, der das Protokoll erschüttert hatte. Die Zusage wurde am Montag bekannt gegeben und gegenüber Bitcoin.com News offengelegt. DeFi United, am 23. April angekündigt, umfasst mittlerweile mehr als 14 Teilnehmer aus dem Ethereum-Ökosystem. Dazu zählen unter anderem Aave DAO, Lido, Etherfi, Ethena, Mantle, Ink Foundation, Tydro, Golem Foundation, Golem Project und Frax. Auch Sharplink, das an der Nasdaq unter dem Kürzel SBET notiert ist, ist in beratender Rolle beteiligt und soll bei Aufbau und Struktur des Recovery-Plans unterstützen. Auslöser ist eine Deckungslücke bei rsETH infolge des Bridge-Incidents vom 18. April. Aave-Service-Provider hatten die koordinierte Initiative mit dem Ziel angestoßen, rsETH wieder vollständig zu hinterlegen und betroffene Nutzer zu entschädigen. Die bis zu 30.000 ETH von ConsenSys und Lubin stehen dem Programm sofort zur Verfügung, ohne die üblichen Governance-Zeitpläne abwarten zu müssen. Parallel laufen Governance-Freigaben in den betroffenen Protokollen weiter. Laut DeFi United soll dieser Ansatz ermöglichen, Finanzierung, Governance und technische Maßnahmen gleichzeitig voranzutreiben. Weitere Updates zur Finanzierung werden unter defiunited.world erwartet. Stani Kulechov, Gründer von Aave Labs, würdigte die Zusage: "Die finanzielle Unterstützung dieser führenden Teilnehmer stellt Mittel ohne Verzögerung bereit; ohne sie würde die Erholung nicht so vorankommen", sagte er. Man sei dankbar für den Beitrag mit Blick auf das Ziel, rsETH-Inhaber vollständig zu stellen und die Marktbedingungen zu normalisieren. Lubin bezeichnete die Situation als Belastungsprobe für das Ökosystem. "Die Ethereum-Technologie und das Ökosystem sind antifragil", erklärte er in der Mitteilung an Bitcoin.com News. Ethereum werde sich weiter anpassen und entwickeln, um zu skalieren und den Anwendungsbereich zu erweitern, während die Grundlagen weiter gehärtet würden. Zudem betonte er, das Ökosystem sei stets am stärksten, wenn es geschlossen handle; DeFi United sei eine breit koordinierte Antwort zum Schutz der Nutzer und zur Stärkung der Infrastruktur. Neben institutionellen Beiträgen werden auch Einzelpersonen genannt. Stani Kulechov und Emilio Frangella stehen auf der Liste der Unterstützer. Zudem sollen BGD Labs sowie Tausende Mitglieder der DeFi-Community Zusagen gemacht haben. Die Rolle von Sharplink soll zusätzlich für eine strukturierte Planung sorgen, während die Koalition an Finanzierung, Governance und technischen Pfaden parallel arbeitet. Die Teilnehmerliste spiegelt die Breite des Ethereum-Ökosystems wider: Liquid-Staking-Protokolle, Stablecoin-Projekte, Layer-2-Netzwerke und individuelle Beitragsleister tragen gemeinsam dazu bei, die rsETH-Deckungslücke zu schließen.