Compound tritt DeFi United bei und stellt bis zu 3.000 ETH für rsETH-Rettung in Aussicht
DeFi United hat für die Wiederherstellung der Deckung von rsETH Zusagen in Höhe von mehr als 161 Mio. US-Dollar eingesammelt. Als jüngstes Mitglied der 14-Protokolle-Koalition will nun auch Compound beitragen: Am 28. April wurde ein Vorschlag veröffentlicht, der eine Beteiligung zwischen 1.900 und 3.000 Ether vorsieht – je nach Kurs bis zu 6,9 Mio. US-Dollar – vorbehaltlich einer Abstimmung der Community.
Der Antrag im Compound-Governance-Forum zielt zunächst auf eine grundsätzliche Zustimmung. Die konkrete Höhe innerhalb der Spanne soll anschließend von der Compound Governance Working Group gemeinsam mit Gauntlet, Sicherheitsdienstleistern und der Compound Foundation festgelegt werden.
Der technische Umsetzungsplan von DeFi United sieht vor, rund 16.776 ETH aus Positionen des Angreifers auf Compound zurückzugewinnen; parallel sollen 13.000 ETH bei Aave gesichert werden. Die Freigabe der Mittel ist an Bedingungen geknüpft: Voraussetzung sind die vollständige Wiederherstellung der rsETH-Besicherung, eine gleichbehandelnde Lösung für alle Betroffenen sowie ein klarer, transparenter Ablaufplan mit regelmäßigen Updates an die Governance. Rund 1.857 ETH der Compound-Zusage hängen daran, dass die aktive Position des Angreifers erfolgreich zurückgeholt wird. Werden die Bedingungen nicht erfüllt, kann die DAO die Unterstützung reduzieren oder zurückziehen.
Die Initiative folgt auf den Exploit vom 18. April und gilt als eine der bislang größten koordinierten Recovery-Aktionen im DeFi-Sektor. Consensys und Ethereum-Mitgründer Joe Lubin sagten 30.000 ETH zu; Lubin sprach von einer "breiten, koordinierten Antwort" zum Schutz der Nutzer. Aave steuert 25.000 ETH bei, ergänzt um eine persönliche Zusage von Gründer Stani Kulechov über 5.000 ETH. Mantle stellt eine Kreditlinie über 30.000 ETH bereit, Lido bis zu 2.500 stETH. Auch die Avalanche Foundation unterstützt das Vorhaben und betonte den öffentlichen Stresstest des Ökosystems "mit transparenten Büchern und echter Rechenschaftspflicht". Mehrere Governance-Abstimmungen in den beteiligten Protokollen stehen noch aus.