CME startet Futures auf Avalanche und Sui

Wie CoinDesk berichtet, hat die CME Group neue Futures-Kontrakte auf Avalanche (AVAX) und Sui (SUI) eingeführt. Damit baut die Terminbörse ihr reguliertes Krypto-Derivateangebot über Bitcoin und Ethereum hinaus weiter aus und nimmt zusätzliche große Layer-1-Assets auf. Die neuen Produkte sind bar abgerechnet und in die bestehende Clearing-Infrastruktur der CME eingebunden. Angeboten werden Standard- und Micro-Kontrakte. Laut den von der CME veröffentlichten Spezifikationen umfasst der AVAX-Standardkontrakt 5.000 Token, der Micro-Kontrakt 500 Token. Bei SUI liegt die Standardgröße bei 50.000 Token, die Micro-Größe bei 5.000 Token. Die Abrechnung erfolgt jeweils auf Basis der CME CF Reference Rate; eine physische Lieferung der Token ist nicht vorgesehen. Dadurch können Marktteilnehmer Positionen zur Absicherung, für Spreads oder für direkte Markterwartungen eingehen, ohne Token halten oder Onchain-Verwahrung organisieren zu müssen. Für traditionelles Kapital entspricht das eher den vertrauten Strukturen regulierter Derivatemärkte. Mit AVAX und SUI umfasst die Krypto-Palette der CME nun neben Bitcoin und Ethereum auch weitere große Altcoins der vergangenen Jahre, darunter Solana, Cardano, Chainlink und Stellar. Regulierte Handelsplätze, die Futures auf etablierte Altcoins anbieten, verankern Krypto-Assets zunehmend in klassischen Instrumenten des Risikomanagements. Die CME hatte zudem angekündigt, ihre Krypto-Futures und -Optionen ab dem 29. Mai auf einen 24/7-Handel umzustellen, um sich besser am Rund-um-die-Uhr-Charakter des Spotmarkts zu orientieren. Das soll auch das globale Positionsmanagement auf einer einheitlichen Plattform erleichtern. In den Produktunterlagen positioniert die CME die AVAX- und SUI-Futures als Werkzeuge für Relative-Value-Strategien und Inter-Commodity-Spread-Trading. Möglich sind Kombinationen etwa mit Solana sowie mit Bitcoin- und Ethereum-Futures, um Performance-Unterschiede zwischen Netzwerken zu handeln. Genannt werden auch Einsatzfelder wie Basis-Trading und Arbitrage. Da die Kontrakte über eine zentrale Gegenpartei gecleart werden, lassen sich Spreads zwischen Futureskurve und Spotpreisen in einem regulierten Rahmen beobachten, ohne auf Offshore-Plattformen angewiesen zu sein. Berichten zufolge wurden die ersten großvolumigen Trades in AVAX- und SUI-Futures Anfang Mai von den Digital-Asset-Institutionen FalconX und G20 Group umgesetzt. Das gilt als Signal, dass erste institutionelle Trading-Desks regulierte Altcoin-Derivate verstärkt nutzen. Für Avalanche und Sui dürfte eine Notierung an der CME die Tokenkurse nicht unmittelbar verändern, die Handelbarkeit und Absicherungsfähigkeit im institutionellen Markt aber verbessern. Mit dem wachsenden Gewicht regulierter Zugänge, Clearing-Strukturen und verfügbarer Produkte rücken beide Assets stärker in den Fokus traditioneller Investoren.