CLARITY-Kompromiss im US-Senat treibt Kryptomarkt: Bitcoin steigt über 81.000 US-Dollar

Bitcoin hat die Marke von 81.000 US-Dollar überschritten, nachdem im US-Senat eine parteiübergreifende Einigung zum CLARITY Act erzielt wurde. Im Mittelpunkt steht die Regelung zu sogenannten Stablecoin-Rewards. Der Entwurf untersagt künftig Anreize, die Zinsen auf Bankeinlagen ähneln, bestätigt aber, dass Kryptounternehmen andere Formen von Kundenvergünstigungen anbieten dürfen. Nach Angaben von CoinDesk verständigten sich die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks auf einen Kompromiss zu einem der umstrittensten Punkte des Gesetzes. Vorausgegangen waren monatelange Gespräche hinter verschlossenen Türen unter Beteiligung des Weißen Hauses, von Banken und Kryptofirmen. In einer gemeinsamen Erklärung betonten beide Seiten: "Wir respektieren die Ansichten des anderen, behalten aber unsere eigenen." Tillis erläuterte, die Kompromisslösung solle die Sorge der Banken adressieren, dass Stablecoins mit zinsähnlichen Rewards Bankeinlagen aus dem System abziehen könnten. Diese Risiken würden durch die Einschränkung entsprechender Mechanismen reduziert, während der Branche Spielraum für alternative Kundenanreize und Innovation bleibe. Gesetzgeber verwiesen dabei auf das Ziel, "Kompromisse zu fördern und nicht das Perfekte zum Feind des Guten werden zu lassen". Die Märkte reagierten umgehend. Neben dem Bitcoin-Anstieg legten kryptonahe Aktien zu: Coinbase (COIN), MicroStrategy (MSTR) und Circle (CRCL) stiegen laut Bericht um 4% bis 8%. Der Kursimpuls unterstreicht, wie stark Investoren auf regulatorische Klarheit reagieren. Auch Prognosemärkte spiegeln den Stimmungswechsel wider. Auf Polymarket stieg die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act bis 2026 Gesetz wird, von 42% auf 70%. Der nächste entscheidende Termin ist der 21. Mai: Bis dahin bleiben laut Bericht rund zwei Wochen, bevor der Kongress für Memorial Day in die Pause geht. Gelingt bis zu diesem Stichtag keine abschließende Prüfung, könnte der politische Zeitplan das Vorhaben bis 2026 verschieben.