Clarity Act passiert den Bankenausschuss des US-Senats mit parteiübergreifender Mehrheit
Der US-Kryptomarkt hat einen wichtigen Etappensieg erzielt: Der Bankenausschuss des Senats hat den Clarity Act am Donnerstag mit 15 zu 9 Stimmen und über Parteigrenzen hinweg zur weiteren Beratung freigegeben. In der Branche wird der Schritt als potenziell historisch bewertet. Einige Krypto-Assets reagierten unmittelbar positiv, unter anderem legte Ripple's XRP zeitweise um mehr als 6% zu.
Mit dem Vorstoß wird ein seit dem Vorjahr erwarteter Prozess in Gang gesetzt. Der Bericht verweist darauf, dass die Initiative kurz nach Donald Trumps Amtsantritt an Fahrt aufnahm, nachdem er pro-krypto Regulierung in Aussicht gestellt hatte. Eine vollständige Verabschiedung und Umsetzung des Gesetzes könnte nach Einschätzung von Beobachtern dazu führen, dass größere Teile der klassischen Finanzmärkte stärker in den Kryptobereich hineinwachsen.
Gleichzeitig kommt aus den Reihen der Demokraten ein Warnhinweis. Die Senatoren Ruben Gallego und Angela Alsobrooks unterstützten den Entwurf während des Markups, machten ihre weitere Zustimmung aber von offenen Punkten zu Ethikregeln und Bestimmungen gegen Finanzkriminalität abhängig. Das Gesetz geht nun in den kommenden Wochen in Richtung einer Abstimmung im Plenum des Senats. Der Verlauf zeigt, dass nicht alle Demokraten den Entwurf ablehnen, die Unterstützung jedoch an zusätzliche Schutzmechanismen geknüpft ist.
Aus der Branche wurden die Abstimmung und ihr Signal an den Markt ausdrücklich begrüßt. Coinbase-Mitgründer und CEO Brian Armstrong sprach von einem "historischen Tag" für Krypto und die Zukunft digitaler Vermögenswerte in den USA. Er dankte Gesetzgebern und Mitarbeitenden für die Arbeit an der Vorlage und betonte das Ziel, ein parteiübergreifendes Gesetz zu erreichen, das die USA als globales Zentrum für Kryptowährungen positioniert.