Circle Ventures kauft AAVE-Token inmitten von USDC-Liquiditätsproblemen

Wie CoinDesk berichtet, baut Circle Ventures im Zuge der anhaltenden USDC-Liquiditätskrise eine Position in AAVE auf, um die DeFi-Infrastruktur von Aave zu stützen. Am Prognosemarkt wird weiterhin die Frage gehandelt: "Wird USDC vor dem 31. Dezember entkoppeln?" Die Ja-Wahrscheinlichkeit liegt bei 2,8%. Der Schritt von Circle gilt als Vertrauenssignal in Aave, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Belastungen rund um Aaves USDC-Reserven. Der Kauf könnte dazu beitragen, die Nervosität nach dem Druck auf die USDC-Bestände zu dämpfen, der im Zusammenhang mit der KelpDAO-Schwachstelle entstanden ist. Die USDC-Depeg-Wette zeigt bislang kaum Stress: Der Ja-Anteil notiert bei 0,028 US-Dollar und zahlt 1 US-Dollar aus, falls USDC vor Jahresende einen vollen Tag lang unter 0,98 US-Dollar handelt, was einem potenziellen 35,7x-Rücklauf entspricht. Die Konditionen bleiben unverändert, die Laufzeit liegt bei 251 Tagen. Auch Handelsvolumen und Preisentwicklung zeigten zuletzt keine auffällige Volatilität. Das deutet darauf hin, dass viele Marktteilnehmer das Ergebnis eines konkreten Governance-Vorstoßes bei Aave abwarten. Circles Engagement kann als Stimme für die diskutierten Lösungsansätze gelesen werden, ob es eine Entkopplung tatsächlich verhindern kann, bleibt offen. Eine Wette darauf, dass Aave sich von Circle abkoppelt, setzt im Kern darauf, dass Circles Stabilisierung scheitert – eine Einschätzung, die der Markt derzeit nicht teilt. Im Fokus stehen die weiteren Governance-Entscheidungen bei Aave, insbesondere mögliche Anpassungen bei USDC-Kreditzinsen sowie beim Betrieb der Oracles. Beschlossene Maßnahmen könnten die Stimmung am Markt spürbar bewegen.