ChainThink Daily Report 4.7: Trumps Aussagen im Weißen Haus, Iran-Kriegsupdate, Turbulenzen an den Weltmärkten
Autor: ChainThink
Wichtigste Punkte (Rückblick bis heute)
- Kernaussagen aus Trumps Pressekonferenz im Weißen Haus
- Iran antwortet auf den von den USA vorgeschlagenen 15-Punkte-Waffenstillstandsplan mit einem 10-Punkte-Vorschlag
- Märkte erneut im "Achterbahnmodus"
- Interner Konflikt bei OpenAI
- Circle: Token-Minting und Arc-Update
I. Marktlage
1) Märkte wieder in Bewegung
Nach Angaben von ChainThink konnte Bitcoin die Erholung vom Montagnachmittag nicht halten und notiert aktuell bei 68.819 US-Dollar, ein Minus von 1,62% in den vergangenen 24 Stunden. Öl zog wieder auf das Niveau vor dem Wochenende an; WTI liegt bei 113 US-Dollar.
An den US-Börsen stiegen der Dow Jones vorläufig um 0,36%, der S&P 500 um 0,45% und der Nasdaq um 0,5%. Strategy gewann 6%, Tesla verlor 2%.
Mit Blick auf die USA-Iran-Lage rechnen Marktteilnehmer mit weiteren Spannungsphasen. Eine Eskalation der militärischen Auseinandersetzung gilt als wahrscheinlich und könnte die Risikostimmung in den kommenden Tagen zusätzlich belasten.
2) Yi Lihua: ETH unter 2.000 US-Dollar als Chance für Langfristanleger
ChainThink zufolge schrieb Yi Lihua, der Krieg scheine sich dem Ende zu nähern. Nach einem Ende sei eher mit einer Erholung als mit einer Trendwende zu rechnen. Für langfristig orientierte Anleger könne ein ETH-Kauf unter 2.000 US-Dollar dabei helfen, die Spitze eines Bullenmarkts mitzunehmen. Kurzfristige Trader sollten Gewinne anhand technischer Marken realisieren.
3) Arthur Hayes: Erst unter 60.000 US-Dollar, später 250.000 US-Dollar
ChainThink berichtet, Arthur Hayes habe im Podcast "Coin Stories" gesagt, er würde nicht seinen letzten Dollar in Bitcoin investieren, da die US-Notenbank bislang nicht zu einer Liquiditätsausweitung gezwungen worden sei. Zölle könnten die Inflation anheizen und die USA in Richtung Kapitalverkehrskontrollen drängen; das wäre aus seiner Sicht ein zentraler Liquiditätstreiber für Bitcoin.
Hayes hält an seinem Zyklusziel von 250.000 bis 750.000 US-Dollar fest, warnt aber: Sollte der USA-Iran-Konflikt anhalten, könne Bitcoin kurzfristig auch vorübergehend unter 60.000 US-Dollar fallen.
Zusätzlich bestätigte Charles Schwab, in der ersten Hälfte 2026 über neue Konten direkten Spot-Handel für Bitcoin und Ethereum anzubieten.
Eine Studie von Mercado Bitcoin zeigt, dass Bitcoin in den 60 Tagen nach großen globalen Schocks wiederholt besser abschnitt als Gold und der S&P-500-Index. Der Bitcoin-Kurs erholte sich zuletzt auf rund 67.300 US-Dollar. Der Crypto Fear & Greed Index befindet sich seit mehreren Wochen im Bereich "extreme Angst".
II. Kriegsentwicklung
4) Trumps Pressekonferenz im Weißen Haus: Irans 10 Punkte "nicht ausreichend", aber "wichtig"; Vorschlag für Durchfahrtsgebühren in der Straße von Hormus
ChainThink zufolge hielt US-Präsident Trump am 7. April (Pekinger Zeit am frühen Morgen) eine Pressekonferenz im Weißen Haus ab und skizzierte die Konsequenzen, falls Iran bis zu seiner gesetzten Frist keine Einigung erzielt. Trump sagte: "Wir müssen zu einer Vereinbarung kommen, die ich akzeptieren kann, und dazu gehört auch, den freien Fluss von Öl und allen Lieferungen zu sichern."
Er erklärte, das US-Militär könne iranische Brücken und Kraftwerke innerhalb von vier Stunden zerstören. Obwohl Angriffe auf zivile Infrastruktur nach den Genfer Konventionen verboten sind, sagte Trump, er sei "überhaupt nicht" besorgt, Kriegsverbrechen zu begehen. "Das ganze Land kann in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte schon morgen Nacht sein."
Zudem brachte Trump ins Spiel, dass die USA Gebühren von Schiffen erheben sollten, die die Straße von Hormus passieren.
5) Iran legt 10-Punkte-Vorschlag als Antwort auf US-Plan mit 15 Punkten vor
ChainThink berichtet, Iran habe am 7. April über Nacht und am frühen Morgen auf den von den USA vorgeschlagenen "15-Punkte-Waffenstillstandsplan" mit einem eigenen "10-Punkte-Vorschlag" reagiert. Die Differenzen in den Startpositionen seien deutlich. Trump setze auf eine Doppelstrategie aus Gesprächen und Drohkulisse, stimme sich mit Israel für weitere Angriffe ab und kündige an, Irans "Brücken und Kraftwerke" zu zerstören sowie Iran "an einem einzigen Tag" zu übernehmen.
6) Iran: Operation "Real Promise4", Welle 90, gegen US-nahe Metallindustrieanlagen
Laut ChainThink und unter Verweis auf CCTV teilten die Iranischen Revolutionsgarden mit, die 90. Operationswelle von "Real Promise4" durchgeführt zu haben. Ziele seien Stahl- und Aluminiumanlagen in der Region gewesen, die mit den USA in Verbindung stehen.
III. KI-Updates
7) OpenAI: CFO zweifelt intern am IPO-Zeitplan, Altman soll sie aus zentralen Finanzrunden ausgeschlossen haben
ChainThink zufolge berichten Marktquellen, OpenAI-CEO Sam Altman habe intern den Wunsch geäußert, den Börsengang bereits im vierten Quartal abzuschließen. CFO Sarah Friar habe mehreren Kollegen signalisiert, OpenAI werde bis 2026 nicht IPO-reif sein. Als Gründe nannte sie umfangreiche Prozess- und Organisationsanforderungen sowie Finanzrisiken durch hohe Verpflichtungen beim Einkauf von Rechenkapazität.
Intern soll Altman Friar wiederholt von Finanzentscheidungen ausgeschlossen haben. In den vergangenen Monaten habe er sie nicht zu Gesprächen mit einem Top-Investor über Serverkäufe eingeladen; ein Teilnehmer bezeichnete ihre Abwesenheit als "auffällig und unangenehm", zumal sie bei früheren Treffen zum selben Thema dabei gewesen sei. Seit August vergangenen Jahres berichtet Friar nicht mehr direkt an Altman, sondern an Fidji Simo, Leiterin des Application-Geschäfts—ein Bruch mit der üblichen Struktur, in der CFOs in großen Unternehmen typischerweise direkt an den CEO berichten.
Finanziell habe OpenAI zugesagt, in den nächsten fünf Jahren über 600 Milliarden US-Dollar für Cloud-Infrastruktur auszugeben. Interne Prognosen gingen davon aus, dass vor Erreichen eines positiven Cashflows mehr als 200 Milliarden US-Dollar an Cash verbraucht würden. Die in dieser Woche angekündigte Finanzierung über 122 Milliarden US-Dollar wird dem Bericht zufolge vor allem von Amazon und NVIDIA angeführt—beide zugleich Cloud- und Chip-Lieferanten von OpenAI—was eine zirkuläre Kapitalstruktur schafft.
Anthropic habe OpenAI als bevorzugtes KI-Modell für Unternehmen und Entwickler überholt, zudem verlangsame sich das Umsatzwachstum von OpenAI. Die IPO-Vorbereitung laufe bereits an: OpenAI habe die Kanzleien Cooley und Wachtell Lipton Rosen & Katz mandatiert und erste Gespräche mit den IPO-Teams von Goldman Sachs und Morgan Stanley geführt. Altman habe intern den Wunsch geäußert, vor Anthropic an die Börse zu gehen; Anthropic diskutiere derzeit einen IPO-Plan für das vierte Quartal dieses Jahres. Später hätten beide Führungskräfte gemeinsam erklärt: "Wir sind in unserer Compute-Strategie vollständig abgestimmt."
IV. Branchen-News
8) Yi Lihua investiert strategisch in imBack: Dienst habe geholfen, verlorene BTC wiederherzustellen
ChainThink zufolge schrieb Jack Yi, Gründer von Liquid Capital, der Krypto-Recovery-Dienst imBack habe ihm geholfen, ein seit 18 Jahren gesperrtes iPhone zu entsperren und BTC wiederherzustellen, die er für dauerhaft verloren hielt. Die technische Umsetzung habe seine Erwartungen übertroffen; auf dieser Basis habe er kurzfristig ein Investment in imBack abgeschlossen. imBack bietet dem Bericht zufolge Wiederherstellungsdienste für frühe Nutzer an, die BTC, ETH und andere Assets halten, aber wegen Gerätesperren oder verlorener Private Keys nicht mehr auf ihre Wallets zugreifen können.
9) Circle prägte rund 32,5 Milliarden USDC auf Solana in 7 Tagen—größtes wöchentliches Stablecoin-Minting seit 2026
ChainThink berichtet unter Berufung auf Daten, Circle habe in den vergangenen sieben Tagen auf Solana rund 32,5 Milliarden USDC gemintet. Das sei das größte wöchentliche Stablecoin-Minting-Volumen seit 2026.
10) Circle: Arc-Blockchain legt Roadmap für Post-Quantum-Kryptografie vor—Upgrades von Wallets bis Validatoren
Laut ChainThink und dem offiziellen Blog stellte Arc, die Enterprise-Blockchain von Circle, eine stufenweise Roadmap für Post-Quantum-Kryptografie (PQ) vor. Geplant ist, zum Mainnet-Start ein postquantensicheres Signaturschema einzuführen und den Schutz schrittweise über den gesamten Stack auszubauen, einschließlich Schutz privater Zustände, Härtung der Infrastruktur und Validator-Authentifizierung.
Arc-Mainnet soll PQ-Signaturen zum Launch über ein Opt-in unterstützen. Eine verpflichtende Migration oder ein netzweiter Reset sei nicht erforderlich; Nutzer könnten eigenständig Wallets mit langfristiger Sicherheit erstellen.
Kurzfristig soll die Quantenresistenz auf die private Virtual-Machine-(VM)-Schicht ausgeweitet werden, um private Salden, private Transaktionen und private Empfänger zu schützen; öffentliche Schlüssel würden im Privacy-Modus zusätzlich mit einer symmetrischen Verschlüsselungsschicht umhüllt.
Mittelfristig sind Upgrades der Infrastrukturschicht vorgesehen, orientiert an Standards wie TLS 1.3, inklusive Zugriffskontrolle, Cloud-Umgebungen und Hardware Security Modules (HSMs).
Langfristig will Circle die Validator-Signaturen stärken. Da die Blockfinalisierung bei Arc unter einer Sekunde liege, werde das Risiko von Quantenangriffen in diesem Bereich derzeit als vergleichsweise begrenzt eingeschätzt; man wolle hier schrittweise vorgehen, sobald postquantensichere Konsens-Tools ausgereift sind.
Circle warnt zudem vor dem Ansatz "collect now, decrypt later" und empfiehlt Institutionen, ihre kryptografischen Migrationspfade frühzeitig zu planen.