China stoppt Meta's Manus-Deal über 2 Mrd. US-Dollar aus Gründen der nationalen Sicherheit

Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) hat Meta angewiesen, die geplante Übernahme des agentischen KI-Start-ups Manus (ManusAI) im Volumen von 2 Mrd. US-Dollar rückgängig zu machen. Als Begründung nannte die Behörde Bedenken zur nationalen Sicherheit. Damit endet eine viermonatige Prüfung durch das Büro des "Working Mechanism for Foreign Investment Security Review". Manus wurde von CEO Xiao Hong und Chefwissenschaftler Ji Yichao gegründet. Das Unternehmen ist in Singapur registriert, wurde jedoch in China aufgebaut. Beide Gründer durften das Land seit März nicht verlassen, nachdem sie nach Peking einbestellt und zu Regeln für ausländische Direktinvestitionen befragt worden waren. Der Deal war im Dezember 2025 angekündigt worden; das Wall Street Journal bezifferte den Kaufpreis auf mehr als 2 Mrd. US-Dollar. Manus hatte im April 2025 75 Mio. US-Dollar von Benchmark eingesammelt und eine der leistungsstärksten agentischen KI-Plattformen am Markt entwickelt, die mehrstufige Aufgaben über Browser, Code-Editoren und Dateisysteme autonom ausführen kann. Der Vorgang rückt eine bislang ungeklärte Frage in den Fokus: Wenn nicht nur Software, sondern ein Team und operatives Know-how übertragen werden, handelt es sich dann um einen Technologieexport? Die Entscheidung fällt wenige Wochen vor dem geplanten Peking-Besuch von Präsident Donald Trump im Mai und wird als Signal gewertet, dass der Weg über eine Singapur-Inkorporierung zur Umgehung chinesischer Aufsicht versperrt ist.