Charles Schwab startet Spot-Krypto-Handel für US-Privatkunden

Charles Schwab hat mit der schrittweisen Einführung des Spot-Handels mit Kryptowährungen für US-Privatkunden begonnen. Eine erste Nutzergruppe kann über die Plattform Schwab Crypto zunächst Bitcoin und Ether handeln. Bislang bot der Broker Krypto-Exposure vor allem indirekt über börsengehandelte Fonds (ETFs) und Futures. Mit dem direkten Spot-Zugang rücken digitale Vermögenswerte nun in die Kernplattform. Schwab verwaltet rund 12 Billionen US-Dollar an Kundengeldern und betreut etwa 35 Millionen Kunden. Damit könnte das Angebot die Einstiegshürden für viele Privatanleger senken, die Krypto lieber bei einem vertrauten Anbieter handeln als bei reinen Krypto-Börsen. Die Einführung war vorbereitet: CEO Rick Wurster hatte im Juli angekündigt, Krypto-Handel in naher Zukunft zu starten; später bestätigte das Unternehmen einen Zeitplan für das erste Halbjahr 2026. Mit Bitcoin und Ether setzt Schwab zum Auftakt auf die liquidesten und institutionell am stärksten akzeptierten Assets. Der begrenzte Start reduziert Komplexität und erlaubt es, Nachfrage, Abläufe und Kundenverhalten zu testen, bevor weitere Coins hinzukommen. Die Entwicklung unterstreicht den Wandel im Wettbewerb: Spot-Krypto-Handel in einer etablierten Broker-Umgebung verankert digitale Assets stärker im regulierten, bekannten Anlagekontext. Gleichzeitig verringert sich der Abstand zu krypto-nativen Handelsplätzen, da große Finanzplattformen Research, Service und Portfolio-Bündelung aus einer Hand anbieten. Dass die nächste Phase der Krypto-Verbreitung über klassische Vertriebskanäle laufen könnte, rückt damit in den Fokus. Hinweis: Schwab bewarb den Start am 12. Mai 2026 über seinen offiziellen X-Account (@CharlesSchwab).