Charles Schwab startet direkten Handel mit Bitcoin und Ethereum über Schwab Crypto
Charles Schwab bringt mit "Schwab Crypto" ein neues Angebot für den direkten Handel von Bitcoin und Ethereum in seine Brokerage-Plattform. Der Start erfolgt gestaffelt: Zunächst soll der Service noch in diesem Quartal mit einem begrenzten Nutzerkreis freigeschaltet werden, bevor er schrittweise auf die breite Kundschaft ausgerollt wird.
Nach Angaben von CEO Rick Wurster wird die Banking-Einheit SSB das Angebot verantworten. Geplant sind zunächst interne Tests, anschließend ein Pilot mit einer kleinen Kundengruppe und danach die Skalierung. Schwab will damit den Kryptohandel in bestehende Systeme integrieren, ohne laufende Prozesse zu beeinträchtigen.
Bislang ermöglicht Schwab vor allem indirektes Krypto-Engagement, etwa über kryptobezogene ETFs, Aktien und Futures, darunter Bitcoin- und Micro-Bitcoin-Kontrakte. Der direkte Handel mit Kryptowährungen stellt für die Plattform einen neuen Schritt dar. Mit rund 12 Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen und etwa 46 Millionen Kundenkonten (Stand: Februar 2026) könnte der Ausbau Krypto-Transaktionen einem großen Kreis klassischer Anleger zugänglich machen.
Auch andere Häuser treiben ähnliche Pläne voran. Morgan Stanley will über seine Brokerage-Tochter E*TRADE Krypto-Handel anbieten und mehrere digitale Vermögenswerte unterstützen. Parallel bemüht sich das von Charles Schwab unterstützte EDX Markets um eine nationale Banklizenz bei der OCC. CEO Tony Acuña-Rohter zufolge soll sich die Börse damit für die Zusammenarbeit mit großen Banken positionieren, die in den Kryptomarkt eintreten. Die Schritte unterstreichen, wie etablierte Finanzanbieter ihre Infrastruktur für den direkten Zugang zu Digital-Asset-Märkten ausbauen.