CFTC genehmigt ersten US-Bitcoin-Perpetual-Kontrakt und stärkt Regulierung des Kryptomarkts

Die US-Rohstoffaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat am Morgen einen historischen Schritt vollzogen und die Notierung eines echten Bitcoin-Perpetual-Kontrakts an einer bei der CFTC registrierten Börse erlaubt. Damit soll eines der liquidesten Segmente der Krypto-Asset-Märkte in den US-Regulierungsrahmen überführt werden. Echte Perpetuals in den USA gelten als wichtiger Fortschritt im Sinne des von Präsident Donald Trump formulierten Ziels, die USA als "Krypto-Hauptstadt der Welt" zu etablieren. Perpetual-Kontrakte (auch "Perps") unterscheiden sich von klassischen Futures dadurch, dass sie kein festes Verfallsdatum haben. Stattdessen zahlen die Vertragsparteien in regelmäßigen Abständen eine Funding Rate, vergleichbar mit einer Variation Margin. Diese Mechanik soll den Kontraktpreis nahe am Kassapreis (Spot) des Basiswerts halten. In rund um die Uhr geöffneten Märkten ermöglicht das den Marktteilnehmern eine kontinuierliche Preisexponierung, ohne rollierende Fälligkeiten und die damit verbundenen Kosten. Das Konzept von Perpetuals wurde erstmals 1992 in einem Diskussionspapier des Nobelpreisträgers Robert Shiller skizziert. Seither haben sich Perpetuals in den globalen Krypto-Asset-Märkten zu einem zentralen Instrument für Risikomanagement und Preisfindung entwickelt. Trotz erkennbarer Nachfrage und des gesetzlichen Auftrags der CFTC, verantwortungsvolle Innovation zu fördern, habe es bislang keinen praktikablen Weg gegeben, Krypto-Perpetuals in den USA regelkonform anzubieten. Der Handel verlagerte sich dadurch ins Ausland, Liquidität wurde auf ausländische Plattformen verteilt. US-Krypto-Unternehmen gerieten in Wettbewerbsnachteil, und Marktteilnehmer in den USA hatten faktisch keinen Zugang. Die CFTC kündigte unter der aktuellen Führung einen Kurswechsel an. Der neue Ansatz solle verantwortungsvolle Innovation und fairen Wettbewerb fördern und auf der Überzeugung basieren, dass Innovation regulatorische Klarheit braucht. Die seit Langem etablierte Aufsicht über den Rohstoffderivatemarkt werde nun um einen umsetzbaren Rahmen für echte Krypto-Asset-Perpetual-Kontrakte erweitert. Ziel sei es, übermäßige Hebelwirkung, Volatilität und systemische Risiken zu begrenzen, statt diese in unregulierte Offshore-Märkte zu verlagern. Die Genehmigung des Bitcoin-Perpetuals sei zwar neu, entspreche aber einer langen Tradition des US-Terminmarkts als Innovationsplattform. Von Agrarfutures im 19. Jahrhundert über elektronischen Handel im 20. Jahrhundert bis hin zu Bitcoin-Futures unter "Trump 1.0" hätten sich die Märkte an neue Formen von Handel, Risikotransfer und Kapitalbildung angepasst. Krypto-Assets und blockchainbasierte Finanzinfrastruktur seien ein weiteres Kapitel dieser Entwicklung. Aus Sicht der Behörde sei nie die Frage gewesen, ob Krypto-Perpetual-Kontrakte existieren, sondern ob sie unter US-Aufsicht, US-Standards und dem US-Rechtsstaat betrieben werden. Zu lange hätten Regulierer Innovation als Gefahr für das öffentliche Interesse behandelt, was in "Regulierung durch Durchsetzung" gemündet und US-Innovatoren ins Ausland gedrängt habe. Mit der politischen Führung von Präsident Donald Trump seien diese Zeiten vorbei; die USA seien nun die "Krypto-Hauptstadt der Welt". Die Rückverlagerung von Perpetuals in die USA sei die konsequente Fortsetzung dieses Anspruchs und stärke die US-Führungsrolle in der digitalen Finanztechnologie. Auch wenn weitere Arbeit nötig sei, markiere der Schritt einen Meilenstein: Erstmals öffne das weltweit anspruchsvollste Finanzsystem den regulierten Zugang für Krypto-Asset-Perpetuals. Der Kongress bleibe wichtig für langfristige gesetzliche Klarheit für Krypto-Asset-Märkte. Die CFTC kündigte an, Initiativen zu tokenisierten Sicherheiten, zur Marktstruktur von Krypto-Assets und zu Prediction Markets weiter voranzutreiben. Innovation kehrt an Land zurück: US-Krypto-Perpetuals seien da, und die USA wollten auch in dieser neuen Finanzära führend bleiben.