Branchenstimmen: Adam Back nutzte NYT-Bericht zu Satoshi als PR für BSTR

Adam Back, CEO von Blockstream und von der New York Times als wahrscheinlichster Kandidat hinter Satoshi Nakamoto genannt, könnte laut mehreren Stimmen aus der Branche aus einem handfesten Grund mit der Recherche kooperiert haben: als kostenlose Publicity für die Bitcoin Standard Treasury Company (BSTR), sein Bitcoin-(BTC)-Treasury-Unternehmen kurz vor dem Börsengang. Der Investigativjournalist John Carreyrou, der hinter der aufsehenerregenden Veröffentlichung steht, erklärte, Back habe Wochen vor Erscheinen der Story in Miami einem Foto-Shooting für die NYT zugestimmt. Carreyrou kommentierte dazu am 11. April 2026: "If you're not Satoshi and you know The New York Times is going to publish a big story identifying you as Satoshi, do you agree to participate in a photo shoot for that story?" ETF-Analyst James Seyffart wertete den Zeitpunkt als besonders vorteilhaft für die Vermarktung: "If you're IPO'ing a company — it's pretty damn good PR. Particularly when the cost is roughly zero," so Seyffart. Denn BSTR finalisiert derzeit eine SPAC-Fusion mit Cantor Equity Partners I. Die Transaktion umfasst ein PIPE in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar – das bislang größte, das für ein Bitcoin-Treasury-Vehikel angekündigt wurde. Zum Start will BSTR laut den Angaben mehr als 30.000 BTC in der Bilanz halten und damit in die Riege der größten börsennotierten Bitcoin-Treasury-Unternehmen aufsteigen. Der Abschluss der Fusion war ursprünglich für das 1. Quartal 2026 erwartet worden, vorbehaltlich SEC-Prüfung und Zustimmung der Aktionäre. Ob Back die Schlagzeilen gezielt suchte oder sie nur dankbar annahm: Der Satoshi-Fokus fiel auf einen Zeitpunkt, der kommerziell kaum günstiger hätte sein können.