US-Börsenaufsicht SEC will diese Woche Ausnahme-Regel für tokenisierte Aktien einführen
BlockBeats, 19. Mai: Nach Informationen von Bloomberg könnte die US-Börsenaufsicht SEC bereits in dieser Woche eine sogenannte "Innovation Exemption" für tokenisierte Aktien vorstellen. Damit würde ein neuer Regulierungsrahmen geschaffen, der den Handel mit digitalen Wertpapieren direkt onchain ermöglichen soll.
Dem Bericht zufolge tendiert die SEC dazu, Dritten zu erlauben, Tokens zu emittieren, die an Aktienkurse gekoppelt sind, auch ohne Autorisierung oder Zustimmung der jeweiligen börsennotierten Unternehmen. Solche Drittanbieter-Tokens gelten demnach im Kern als synthetische Assets, die die Kursentwicklung von Aktien nachbilden. Teilweise könnten sie keine Stimmrechte oder Dividendenansprüche vermitteln, wie sie mit Stammaktien verbunden sind.
Im Rahmen des SEC-Vorschlags sollen Plattformen, die diese Rechte nicht bereitstellen können, ihre Berechtigung verlieren, entsprechende Tokens zu listen. Beobachter werten die Initiative als ersten groß angelegten Belastungstest des US-Regelwerks dafür, ob sich der Aktienhandel auf Krypto-Infrastruktur verlagern lässt.
Befürworter verweisen auf nahezu Echtzeit-Abwicklung und 24/7-Handel als Effizienzgewinn. Kritiker warnen vor Marktfragmentierung, geringerer Preistransparenz sowie geschwächten KYC- und Geldwäsche-Schutzmechanismen.
Mehrere Marktteilnehmer wie die New York Stock Exchange, Nasdaq und Bullish sind bereits in den Markt für tokenisierte Aktien eingestiegen. Zuvor hatte der Bankenausschuss des US-Senats den "Clarity Act" vorangebracht, einen Gesetzentwurf zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte.