BlackRock erhöht Finks Vergütung 2025 auf 37,7 Mio. US-Dollar – Rückenwind durch Bitcoin-ETF
BlackRock hat die Gesamtvergütung von CEO Larry Fink für 2025 auf 37,7 Mio. US-Dollar angehoben. Das entspricht einem Plus von rund 23% gegenüber dem Vorjahr. Treiber war unter anderem, dass sich der Bitcoin-ETF des Hauses unauffällig zu einem der umsatzstärkeren Produkte entwickelt hat.
Aus einer Proxy-Mitteilung geht hervor, dass das Paket aus 1,5 Mio. US-Dollar Grundgehalt, 10,6 Mio. US-Dollar Cash-Bonus und Aktienvergütungen im Umfang von rund 24,6 Mio. US-Dollar besteht. Der Aktienanteil lieferte den größten Beitrag zum Anstieg und lag etwa 6,5 Mio. US-Dollar über dem Niveau von 2024.
Bitcoin-ETF wird wichtiger Gebührenbringer
Der iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) entwickelte sich 2025 zu einem spürbaren Ergebnistreiber. Laut Unternehmensangaben vereinnahmte der Fonds im Jahr 2025 netto rund 174,6 Mio. US-Dollar an Sponsor-Gebühren, nach 47,5 Mio. US-Dollar im Einführungsjahr 2024. Der iShares Ethereum Trust ETF (ETHA) steuerte weitere 18,4 Mio. US-Dollar bei. Zusammen kamen beide Krypto-Produkte damit auf rund 193 Mio. US-Dollar an Gebühren.
Gemessen am BlackRock-Gesamtumsatz 2025 von 24,2 Mrd. US-Dollar bleibt das zwar ein kleiner Anteil, die Sparte zählt aber zu den am schnellsten wachsenden Produktlinien in der Firmengeschichte. IBIT überschritt im Jahresverlauf die Marke von 100 Mrd. US-Dollar verwalteten Vermögens (Assets) und gehört damit zu den ETFs, die diesen Meilenstein am schnellsten erreicht haben.
Fink hatte zudem öffentlich erklärt, digitale Vermögenswerte könnten innerhalb von fünf Jahren zu einer jährlichen Erlösquelle von 500 Mio. US-Dollar für BlackRock werden. In einer aktuellen Mitteilung schrieb er: "Private Markets für Versicherungen, Private Markets für Vermögen, digitale Vermögenswerte und aktive ETFs. Wir glauben, dass all dies in den nächsten fünf Jahren zu Erlösquellen von jeweils 500 Mio. US-Dollar werden kann."
Rekord-AUM prägt das Gesamtbild
Der Bitcoin-Effekt allein erklärt den Vergütungssprung nicht. BlackRock beendete 2025 mit einem Rekord von 14 Bio. US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten, getragen von Nettozuflüssen in Höhe von 698 Mrd. US-Dollar im Gesamtjahr. Im vierten Quartal übertraf der Konzern die Gewinnerwartungen an der Wall Street und meldete – bereinigt um Einmaleffekte – einen Nettogewinn von 2,18 Mrd. US-Dollar.
Das Vergütungskomitee berücksichtigte bei der Festlegung der Bezüge die finanzielle Gesamtleistung, die strategische Umsetzung und das Wachstum. Neben dem Krypto-Geschäft spielten auch der Ausbau der Private-Markets-Aktivitäten, aktive ETFs und Technologieplattformen eine wichtige Rolle.
Nicht alle Aktionäre zeigten sich überzeugt. Der Stimmrechtsberater Institutional Shareholder Services (ISS) hatte empfohlen, gegen die Vergütungspakete des Managements zu stimmen. BlackRock teilte mit, 67% der abgegebenen Stimmen hätten das Vergütungsprogramm unterstützt.
Vergütung schwankt historisch deutlich
Finks Bezüge waren in der Vergangenheit bereits stark in beide Richtungen in Bewegung. Für 2022 senkte BlackRock die Gesamtvergütung um 30% auf 25,2 Mio. US-Dollar, nachdem steigende Zinsen und Marktturbulenzen das verwaltete Vermögen um 14% gedrückt hatten. 2023 sank die Vergütung erneut, um rund 18%.
Das deutet darauf hin, dass ein anhaltender Rückgang von Krypto-Preisen oder breiteren Märkten künftige Vergütungen belasten könnte. Da digitale Assets inzwischen fest in der langfristigen Strategie von BlackRock verankert sind, dürfte die Rolle von Bitcoin in der Vergütungsstory des CEO dennoch bestehen bleiben.