BlackRock's Bitcoin-ETF IBIT verzeichnet Tagesabfluss von 527,8 Mio. US-Dollar – Rekordminus seit Auflage

Beim iShares Bitcoin Trust von BlackRock (Ticker: IBIT) sind am 18. November rund 527,8 Mio. US-Dollar abgeflossen. Es ist der größte Nettoabfluss an einem einzelnen Handelstag in der Geschichte des Fonds und übertrifft den bisherigen Rekord von 463 Mio. US-Dollar, der erst vier Tage zuvor am 14. November erreicht worden war. Die Rekordzahl ist Teil einer fünftägigen Serie von Rückgaben, die zusammen mehr als 1,4 Mrd. US-Dollar ausmachte. Der November 2025 entwickelt sich damit zum schwächsten Monat des Fonds seit dem Start im Januar 2024: Die kumulierten Abzüge liegen im laufenden Monat bereits über 2 Mrd. US-Dollar. Auslöser waren ausschließlich Rücknahmen von Anlegern. BlackRock selbst hat die Bitcoin-Position nicht reduziert – die Abflüsse gehen auf Entscheidungen der Kunden zurück. Der Zeitpunkt fällt mit einer breiteren Schwäche des Bitcoin-Kurses zusammen, nachdem die Kryptowährung unter die Spanne von 90.000 bis 93.000 US-Dollar gerutscht war. Trotz der Abgaben im November bleibt das Gesamtbild für IBIT positiv: Im Gesamtjahr 2025 hat der ETF bislang mehr als 25 Mrd. US-Dollar an Nettozuflüssen eingesammelt. Diese Summe überragt die jüngsten Abflüsse deutlich. IBIT bleibt zudem der dominierende Anbieter im Markt für Spot-Bitcoin-ETFs – eine Position, die der Fonds praktisch seit dem ersten Tag hält. Der Start im Januar 2024 zählte zu den erfolgreichsten ETF-Auflagen überhaupt, und der Vorsprung gegenüber Wettbewerbern hat sich seither weiter vergrößert. Für Anleger verdeutlichen die Daten ein Muster: Als Bitcoin Anfang 2025 stetig stieg, zog IBIT Kapital in großem Umfang an – die 25 Mrd. US-Dollar an Nettozuflüssen sprechen für sich. Bei Kursrückgängen verhalten sich viele dieser Investoren jedoch nicht wie langfristige Bitcoin-Halter, sondern ziehen Mittel rasch und in nennenswerter Größe ab. Größere ETF-Abflüsse bedeuten zudem, dass autorisierte Teilnehmer (Authorized Participants) zur Abwicklung der Rücknahmen Bitcoin am offenen Markt verkaufen müssen. Dieser Verkaufsdruck kann die Kurse weiter belasten, weitere Rückgaben auslösen und damit eine sich selbst verstärkende Spirale aus Abflüssen und zusätzlichem Verkaufsdruck in Gang setzen.