Tom Lees BitMine kauft 2026 bislang 15.000 ETH direkt von der Ethereum Foundation
BitMine unter Vorsitz von Tom Lee hat 2026 bislang 15.000 ETH direkt von der Ethereum Foundation erworben. Die Käufe erfolgten über zwei außerbörsliche (OTC) Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 34,08 Mio. US-Dollar und fallen in eine Phase, in der das Unternehmen seine Ethereum-Treasury-Strategie beschleunigt und seine Bestände auf mehr als 5 Mio. ETH ausgebaut hat.
Die jüngste Transaktion wurde am 24. April abgeschlossen: Die Ethereum Foundation verkaufte 10.000 ETH an BitMine zu einem Durchschnittspreis von 2.387 US-Dollar je Token. Daraus ergab sich ein Erlös von etwa 23,87 Mio. US-Dollar. Zuvor hatte die Foundation in einem Deal im März 5.000 ETH zu durchschnittlich 2.042,96 US-Dollar veräußert, was rund 10,21 Mio. US-Dollar einbrachte. Zusammen genommen klären die beiden Deals die zentrale Frage nach dem direkten Handelsverhältnis zwischen der Ethereum Foundation und BitMine in diesem Jahr: Bestätigt sind bislang ausschließlich diese 15.000 ETH aus Foundation-Beständen, während der Großteil von BitMines ETH-Aufbau aus anderen Quellen stammt.
Neue Aufmerksamkeit erhielt die Zahl, nachdem BitMine mitteilte, die gesamten Ethereum-Bestände hätten per 26. April 5.078.386 ETH erreicht. Allein in der vergangenen Woche habe das Unternehmen 101.901 ETH gekauft – der größte Wochenkauf seit Dezember. Damit kontrolliere BitMine inzwischen mehr als 4,2% des zirkulierenden ETH-Angebots und komme dem kommunizierten Ziel näher, 5% zu erreichen.
Der OTC-Verkauf der Foundation wurde im Kontext der Treasury-Bewirtschaftung offengelegt und nicht als Hinweis auf eine veränderte Einschätzung zu Ethereum. Die außerbörsliche Abwicklung ermöglichte es der Stiftung, Mittel zu beschaffen, ohne den gesamten Auftrag sichtbar am öffentlichen Markt zu platzieren. Die Deals aus März und April sind bislang die einzigen bestätigten Verkäufe der Ethereum Foundation an BitMine im Jahr 2026. Mit zusammen rund 34,08 Mio. US-Dollar sind sie zwar klein im Verhältnis zu BitMines Gesamtposition, bemerkenswert sind sie dennoch: Hier wechselte ETH direkt von einem der größten langfristigen Halter im Ökosystem zu einem der am schnellsten wachsenden Unternehmens-Käufer.
Die Ethereum Foundation steuert ihre Reserven weiterhin im Rahmen des 2025 eingeführten Policy-Ansatzes. Ziel ist es, ausreichend Mittel für den laufenden Betrieb vorzuhalten und zugleich Forschung, Grants, Protokollentwicklung und Ökosystemarbeit zu finanzieren. In der Praxis bleiben ETH-Verkäufe bei Bedarf Bestandteil des Modells. Parallel hat die Foundation ihre Staking-Aktivitäten ausgeweitet und den gestakten ETH-Betrag erhöht, um Treasury-Erträge zu erzielen. Die beiden BitMine-Transaktionen zeigen jedoch, dass Staking Asset-Verkäufe als Finanzierungsquelle nicht vollständig ersetzt.
BitMines eigene Kennzahlen setzen die Foundation-Deals ins Verhältnis: Bei inzwischen mehr als 5,07 Mio. ETH in der Bilanz machen die 15.000 ETH aus direkten Foundation-Käufen weniger als 0,3% der Gesamtbestände aus. Die Foundation ist damit ein sichtbarer, aber nicht prägender Verkäufer. Der überwiegende Teil der Akkumulation erfolgte über andere Kanäle – auch wenn die beiden Deals wegen ihres direkten, großen und transparent kommunizierten Charakters herausstechen.
BitMine betont, der jüngste Wochenkauf von 101.901 ETH sei der größte seit Dezember gewesen und unterstreiche den Kaufkurs, der das Unternehmen zu einem der größten bekannten Corporate-Holder von Ethereum gemacht hat. Die Strategie verknüpft BitMine mit der Einschätzung, ETH könne sowohl als Treasury-Asset als auch als produktives Collateral in blockchainbasierter Finanzierung dienen. Zudem teilte das Unternehmen mit, mehr als 3,7 Mio. ETH gestakt zu haben. Ein großer Teil der Bestände arbeite damit bereits im Netzwerk, statt ungenutzt in Treasury-Reserven zu liegen.