Bitcoin über 80.000 US-Dollar: Starke ETF-Zuflüsse stützen Ausbruch, Dogecoin legt zu
Bitcoin hat laut CoinDesk die Marke von 80.000 US-Dollar überschritten. Treiber sind eine hohe Spot-Nachfrage und anhaltend kräftige Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs. Der Kurs stieg kurzzeitig bis auf rund 80.617 US-Dollar und pendelte sich anschließend knapp unter 80.000 US-Dollar ein. Marktbeobachter werten den Schritt als stabiler als frühere Rallys, weil er von realem Handelsvolumen getragen werde – nach Wochen bis Monaten der Seitwärtsphase gilt der Ausbruch als spürbarer Stimmungswechsel.
Zusätzlichen Rückenwind lieferten makroökonomische Signale: Berichte über einen neuen Friedensplan-Vorstoß Irans drückten die Ölpreise deutlich. In solchen Phasen steigt oft die globale Risikobereitschaft – Bitcoin reagierte prompt und überwand den Widerstand zügig.
Dogecoin zog mit, zeigte aber eigene Dynamik. Vor dem Ausbruch nahm die Aktivität großer Adressen deutlich zu; dem Bericht zufolge wurden in kurzer Zeit rund 160 Mio. DOGE akkumuliert. Mit dem Anstieg bei Bitcoin sprang Dogecoin von etwa 0,1075 auf 0,1119 US-Dollar, begleitet von deutlich höherem Handelsvolumen. Dogecoin lag zeitweise rund 4% im Plus.
Institutionelle Nachfrage bleibt ein zentraler Faktor. Allein am vergangenen Freitag flossen laut CoinDesk etwa 630 Mio. US-Dollar in Spot-Bitcoin-ETFs, wobei BlackRock und Fidelity den Großteil auf sich vereinten. Im April summierten sich die Zuflüsse auf nahezu 2 Mrd. US-Dollar – ein Muster, das zunehmend als struktureller Treiber und nicht als kurzfristiger Effekt interpretiert wird.
Für die nächsten Handelstage rückt der Unterstützungsbereich zwischen 78.000 und 79.000 US-Dollar in den Fokus. Hält Bitcoin dieses Niveau bei einer möglichen Korrektur, sehen Händler Spielraum in Richtung 85.000 US-Dollar in den kommenden Wochen. Gleichzeitig bleiben Risiken: Die Hebelwirkung im Markt ist weiterhin hoch, und die Spot-Nachfrage gilt nicht als durchgehend stabil. Dennoch kann ein solcher Impuls die Stimmung rasch drehen – derzeit wirkt der Kryptomarkt wieder deutlich belebt.