Bitcoin klettert über 76.000 US-Dollar; S&P 500 legt mehr als 1% zu

Autor: ChainThink Wichtige Punkte (gestern bis heute) Bitcoin sprang über 76.000 US-Dollar und markierte damit den höchsten Stand seit Beginn des Krieges. In den USA stiegen die Aktienmärkte deutlich: Der S&P 500 gewann mehr als 1%, der Nasdaq verzeichnete den zehnten Tagesanstieg in Folge, und alle drei großen Indizes liegen seit Jahresbeginn wieder im Plus. Donald Trump erklärte, der "Krieg mit Iran" sei vorbei; Gespräche zwischen den USA und Iran könnten laut Berichten bereits in zwei Tagen beginnen. Goldman Sachs reichte einen Antrag für einen Bitcoin Premium Income ETF ein. Zu den Unternehmensmeldungen zählen außerdem: Deutsche Börse investiert 200 Mio. US-Dollar in Kraken; Circle-Gründer Jeremy Allaire bestätigte, dass das Arc Network einen Token starten will. I. Märkte Bitcoin über 76.000 US-Dollar: neues Hoch seit Kriegsbeginn, Shorts werden herausgedrückt Bitcoin stieg am Dienstag um rund 5,6% und überschritt die Marke von 76.000 US-Dollar. Damit wurde eine zuvor stark verteidigte Zone mit vielen Short-Positionen zwischen 72.200 und 73.500 US-Dollar zügig durchbrochen, was neue Short Squeezes auslöste. Seit dem Tiefstand von 66.000 US-Dollar am 7. April (Waffenruhe) hat sich BTC um mehr als 12% erholt. Als Treiber gelten ein niedriger als erwarteter PPI, fallende Ölpreise und nachlassende Inflations-Übertragungsrisiken, wodurch der Markt wieder stärker mit lockereren Liquiditätsbedingungen kalkuliert. Sollte der diplomatische Prozess vorankommen und Öl weiter nachgeben, dürften Erwartungen an einen Lauf Richtung 80.000 US-Dollar zunehmen. US-Aktien fest: S&P 500 +1%+, Nasdaq mit zehn Gewinntagen in Serie US-Börsen setzten ihre Erholung am Dienstag fort, getragen von drei Faktoren: Hoffnung auf eine zweite Gesprächsrunde, ein weicher PPI und robuste Bankbilanzen. Der S&P 500 legte um etwa 1,1% bis 1,2% zu und näherte sich dem Jahreshoch. Der Nasdaq gewann 1,8% und erreichte die längste Gewinnserie seit 2021 (zehn Sitzungen). Der Dow Jones stieg um 285 Punkte. Der PPI für März erhöhte sich um 0,5% gegenüber dem Vormonat, der Kern-PPI nur um 0,1% – ein Signal, das Inflationssorgen am Markt spürbar dämpfte. Tech-Titel führten erneut, darunter Oracle, NVIDIA und Palantir. WTI-Öl fällt fast 8% und rutscht wieder unter 100 US-Dollar Ölpreise gaben am Dienstag stark nach. WTI verlor nahezu 8% und fiel wieder unter 100 US-Dollar je Barrel, nachdem der Markt eine zweite Runde der USA–Iran-Gespräche wahrscheinlicher einpreiste. Für Bewegung sorgten Trumps Hinweis, "sie hätten angerufen", sowie die Aussage des iranischen Außenministers Araghtschi, man sei "einen Schritt" von einem Memorandum of Understanding entfernt. Trotz des Rückgangs liegen die Preise deutlich über dem Vorkriegsniveau. Unsicherheiten bleiben, darunter die noch nicht vollständig normalisierte Schifffahrt und eine Waffenruhe, die nur bis zum 22. April gilt. Bei erneut stockenden Verhandlungen dürfte die Volatilität zurückkehren. Gold bei rund 4.798 US-Dollar: Rückenwind durch PPI und schwächeren Dollar Gold stieg am Dienstag um etwa 0,65% auf rund 4.798 US-Dollar je Unze. Stützend wirkten der überraschend milde PPI und der weiter nachgebende US-Dollar. Die 10-jährigen US-Renditen fielen auf 4,297% und unterstützten ebenfalls. Kurzfristig gilt der Bereich 4.800 bis 4.850 US-Dollar als zentrale Widerstandszone. II. Krieg und Diplomatie Trump: "Der Krieg mit Iran ist vorbei" – Gespräche könnten in zwei Tagen starten Am 14. April (Ortszeit) sagte Trump in einem Interview, der US-Krieg gegen Iran habe "geendet", und stellte Gespräche zwischen den USA und Iran innerhalb der nächsten zwei Tage in Pakistan in Aussicht. US-Vizepräsident Vance äußerte sich optimistisch, verwies aber auf tiefes Misstrauen zwischen beiden Seiten. US-Medien zufolge könnte Vance bei einer zweiten Runde direkter Verhandlungen erneut die US-Delegation anführen; Trumps Gesandte Witkoff und Kushner könnten ebenfalls teilnehmen. Eine endgültige Einigung in den Waffenruhe-Gesprächen gibt es nicht, die Signale aus dem Weißen Haus deuten jedoch auf einen diplomatischen Vorstoß. Gaza-Luftangriffe, Raketen aus dem Libanon, Hormus mit ersten Normalisierungssignalen Von Entspannung ist die Region weiterhin entfernt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua flog Israel am 14. April zwei Luftangriffe auf Gaza-Stadt; mindestens neun Menschen kamen ums Leben, mehrere wurden verletzt. Später am Abend erklärte die Hisbollah im Libanon, Raketen auf 13 Orte in Nordisrael abgefeuert zu haben – die Lage an der Israel–Libanon-Grenze bleibt angespannt. Zugleich passierten in den vergangenen 24 Stunden mehr als 20 Handelsschiffe die Straße von Hormus, was auf eine partielle Wiederaufnahme des Verkehrs hindeutet, wenn auch deutlich unter Vorkriegsniveau. US-Streitkräfte setzen weiterhin eine Blockade für Schiffe durch, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen; die Risiken in der Passage sind damit nicht vollständig beseitigt. III. KI-Update OpenAI-Investoren stellen Bewertung von 852 Mrd. US-Dollar infrage Laut Financial Times äußern Investoren Zweifel an der Bewertung von OpenAI in Höhe von 852 Mrd. US-Dollar und verweisen auf einen Strategiewechsel. Einige Investoren sehen dadurch eine höhere Anfälligkeit gegenüber Wettbewerbern wie Anthropic und Google. Angriff auf Wohnhaus von Sam Altman: Verdächtiger wegen versuchten Mordes angeklagt Die Staatsanwaltschaft von San Francisco teilte am Montag (Ortszeit) mit, dass Daniel Moreno-Gama nach dem Angriff in der vergangenen Woche auf die Residenz von OpenAI-Gründer Sam Altman wegen versuchten Mordes angeklagt wurde. Nach Angaben des US-Justizministeriums drohen ihm zudem Bundesanklagen, darunter versuchte Nutzung von Sprengstoff zur Sachbeschädigung sowie illegaler Besitz einer nicht registrierten Schusswaffe. Aus einer am Montag beim US-Bezirksgericht in San Francisco eingereichten Beschwerde geht hervor, dass die Polizei nach dem Vorfall am Freitag ein Dokument bei ihm fand, in dem er seine Absicht beschrieb, Altman zu töten, und erklärte, die Menschheit werde wegen KI ausgelöscht. IV. Branchen und Unternehmen Deutsche Börse investiert 200 Mio. US-Dollar in Kraken Marktberichten zufolge hat die Deutsche Börse 200 Mio. US-Dollar in die Kryptobörse Kraken investiert. Fed-Kandidatenprofil: Kevin Warsh meldet Krypto-Engagement und Vermögen über 100 Mio. US-Dollar Reuters zufolge weist die aktuelle Vermögenserklärung des Fed-Nominierten Kevin Warsh ein Privatvermögen von mehr als 100 Mio. US-Dollar aus. Genannt werden unter anderem zwei Positionen im Juggernaut Fund LP mit jeweils mehr als 50 Mio. US-Dollar sowie kleinere Frühphasenbeteiligungen über DCM Investments 10 LLC. Zu den zugrunde liegenden Assets zählen SpaceX von Elon Musk, die Prognosemarkt-Plattform Polymarket, die Ethereum-Entwicklungsplattform Tenderly, die Krypto-Finanzplattform Lemon Cash, die Consumer-Lending-Neobank Stashfin sowie weitere Beteiligungen, darunter Recraft, Volt, 11x, Outpace Bio, Partiful, Cafe X und Projekte wie Herpes-Impfstoffentwicklung, reversible männliche Verhütung, "bionische" Assistenzbekleidung und die Digital-Twin-Plattform Delphi AI. Goldman Sachs beantragt Bitcoin Premium Income ETF Laut Marktberichten hat Goldman Sachs einen Antrag für einen Bitcoin Premium Income ETF eingereicht. Circle: Arc Network soll Token erhalten Circle-Gründer und CEO Jeremy Allaire sagte bei einer Präsenzveranstaltung in Seoul, man prüfe die Ausgabe eines Tokens für das Arc Network – die Stablecoin-Payment-Blockchain, die Circle entwickelt. Ziel sei es, Governance, Anreize und wirtschaftliche Interessen besser auszurichten und schrittweise zu einem PoS-System überzugehen. Weitere Details sollen in Kürze folgen.