Bitcoin und Ethereum geben nach: Fed pausiert Zinssenkungen, Ölpreis zieht kräftig an

ChainThink berichtet am 19. März unter Berufung auf CoinDesk: Bitcoin fiel auf rund 70.000 US-Dollar, Ethereum rutschte auf 2.160 US-Dollar. Damit geriet der Kryptomarkt insgesamt unter Druck. Makroseitig trafen zwei Belastungsfaktoren zusammen. Zum einen ließ die US-Notenbank am Mittwoch die Zinsen unverändert und hielt die Zielspanne für den Federal Funds Rate bei 3,50% bis 3,75%. Damit stoppte sie ihren Zinssenkungszyklus; der US-Dollar legte zu, was Risikoanlagen insgesamt belastete. Zum anderen trieben geopolitische Spannungen die Energiepreise: Nach Israels Angriff auf Irans Gasfeld South Pars griff Iran wichtige Energieinfrastruktur im Golf an. Brent stieg auf 114 US-Dollar, Oman-Rohöl auf 150 US-Dollar. Europäische Erdgas-Futures sprangen am Donnerstag um etwa 25% auf über 78 US-Dollar je Megawattstunde. Am Derivatemarkt wurden in den vergangenen 24 Stunden auf Krypto-Plattformen fast 600 Mio. US-Dollar an gehebelten Futures-Positionen liquidiert, überwiegend Long-Positionen. Das deutet darauf hin, dass der nächtliche Rückgang viele Bullen unvorbereitet traf. Das gesamte Open Interest über alle Futures-Kontrakte sank um 5,6% auf 106,9 Mrd. US-Dollar, das Open Interest bei Ethereum-Futures ging um 9% zurück. Die Funding Rates für wichtige Assets wie BTC, ETH, BNB und SOL drehten ins Negative, was auf eine wieder anziehende Nachfrage nach Short-Positionen hindeutet. Der 30-Tage-Index der impliziten Volatilität für Bitcoin (BVIV) stieg um mehr als 5% auf 58,36% und beendete damit einen einwöchigen Abwärtstrend. Gleichzeitig zog der Put-Call-Skew für Bitcoin und Ethereum auf Deribit an, ein Signal für wachsende Sorgen vor weiteren Kursrückgängen.